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Neue Sichtbarkeit für jüdische Künstler*innen

Seit seiner Gründung schafft DAGESH durch Ausstellungen, Lesungen, Kunst- und Literaturfestivals sowie dem DAGESH-Kunstpreis öffentliche Diskussionen und Kooperationen eine neue Sichtbarkeit für jüdische Künstler*innen.

Im Juni 2020 ist ein Zweig der kulturellen Bildung zu DAGESH hinzugekommen. Dieser setzt auf die personale Vermittlung von jüdischen Gegenwartskünsten als gesellschaftswirkende Praxis. [weitere Infos hier]

In Zusammenarbeit mit dem jüdischen Studienwerk ELES, fördert DAGESH seit 2016 jüdische Künstler*innen. Damit verfügt DAGESH über ein gewachsenes und exzellentes Netzwerk junger, engagierter Künstler*innen. [mehr]

DAGESH-Kunstpreis 2021 mit dem JMB: „Wehrhafte Kunst“
Kooperation
Bildung und Vermittlung jüdischer Gegenwartskünste
Bildung & Vermittlung
Stipendien- und Residenzprogramme für Künstler*innen
DAGESH Kunstpreis // Festivals // Ausstellungen
Kooperation

DAGESH-Kunstpreis 2021 mit dem JMB: „Wehrhafte Kunst“

Ausschreibung zum 2. DAGESH-Kunstpreis startet. Thema des Wettbewerbs: „Wehrhafte Kunst

2021 vergeben das Jüdische Museum Berlin und DAGESH zum zweiten Mal den DAGESH-Kunstpreis. Ab sofort können sich junge Künstler*innen oder Künstler*innengruppen bewerben, die sich mit jüdischen Gegenwartspositionen und -erfahrungen sowie mit Fragen zur Gestaltung eines gesellschaftlichen Wandels auseinandersetzen. Die mit 7000 Euro dotierte Auszeichnung wird im Mai 2021 im Rahmen von »TRANSITIONS. Festival Jüdischer Gegenwartskünste« mit einem Festakt im Jüdischen Museum Berlin gewürdigt. Das ausgezeichnete Kunstwerk wird im Jüdischen Museum Berlin ausgestellt.

Was setzen Künstler*innen aus einer jüdischen Perspektive unserer Gegen­wart entgegen?
Welche Rolle spielt eine wider­ständige und wehr­hafte Haltung?
Wie zeichnet sich die Wehr­haftigkeit von Kunst aus und was bedeutet die Selbst­ermächtigung jüdischer Gegenwarts­positionen?

DAGESH und das Jüdische Museum Berlin rufen Künstler*innen dazu auf, Kunstwerke zu konzipieren, die sich mit diesen Fragen beschäftigen. Kunst ist eine Form der Resilienz – für die Künstler*innen, aber auch für unsere Gesellschaft. Mit Blick auf das (Spannungs-)Verhältnis mit der nicht-jüdischen Gesellschaft stellt uns auch die Corona-Krise vor neue gesellschaftliche Herausforderungen. Rechtsradikale, Demokratiegegner*innen und Weltverschwörer*innen schließen sich in Bündnissen zusammen und Antisemitismus, Rassismus, Antifeminismus und Vielfaltsfeindlichkeit treten in unserer Gesellschaft und in politischen Strukturen immer offener und aggressiver zutage. Wir interessieren uns für künstlerische Zugänge, die sich der komplexen Gegenwart stellen, sie benennen, sie verändern.

Über den DAGESH-Kunstpreis

Jüdisches Leben in Deutschland ist heute so divers wie nie. Das spiegelt sich sowohl in den hybriden Identitäten jüdischer Künstler*innen wider, als auch in ihrer künstlerischen Praxis. Der DAGESH-Kunstpreis stärkt eine neue und vielfältige Sichtbarkeit jüdischer Gegenwartspositionen. Er macht diese sichtbar, ohne von einer harmonischen jüdischen Pluralität auszugehen. Es geht um die gestalterische Erprobung, Inszenierung und Vermittlung von etwas Neuem. Ausgezeichnet werden Werke, die sich mit den Problemen der Gegenwart und der Frage auseinandersetzen, wie wir zusammenleben können und die Alternativen aufzeigen.

Ausschreibung und Teilnahmebedingungen

Bewerbungsschluss ist Montag, der 10. Januar 2021. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Aus allen Einreichungen nominiert eine fachübergreifende Jury ein künstlerisches Konzept als besten Entwurf.

Juror*innen sind u. a. Hetty Berg (Direktorin, JMB), Ilit Azoulay (Bildende Künstlerin), Sasha Marianna Salzmann (Dramaturg*in und Schriftsteller*in) und Noam Brusilovsky (Hörspiel- und Theaterregisseur).

>> Alle weiteren Informationen zum DAGESH-Kunstpreis 2021 und den Teilnahmebedingungen finden Sie hier: DAGESH Kunstpreis 2021_Ausschreibung

>> Das Bewerbungsformular können Sie hier herunterladen: DAGESH Kunstpreis 2021_Bewerbungsformular

 

Presse-Kontakt

Für Presseanfragen wenden Sie sich bitte an:

Stephanie Haerdle

Presse & Kommunikation

DAGESH. Jüdische Kunst im Kontext

Treuhandstiftung der Leo Baeck Foundation

c/o Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk e. V. | Postfach 210320 | 10503 Berlin

Tel. (030) 31998170-24 | haerdle@leo-baeck-foundation.de

Informationen zur Verleihung des DAGESH-Kunstpreis 2018 finden Sie hier >>
Bildung & Vermittlung

Bildung und Vermittlung jüdischer Gegenwartskünste

Das kulturelle Bildungsprogramm von DAGESH richtet sich seit Juni 2020 mit dem Schulprojekt „DAGESH on Tour“ gezielt an Jugendliche. Mit dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt wollen wir junge Menschen für jüdisches Leben der Gegenwart sensibilisieren und ihnen gleichzeitig das direkte Gespräch mit jungen jüdischen Künstler*innen ermöglichen.

„DAGESH on Tour“ nutzt die Stärken der Künste gewohnte Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen und zu verrücken. Ziel ist es Veränderungen von Sichtweisen oder klischeehaften Zuschreibungen über das Judentum, Jüdinnen und Juden zu stimulieren, um dadurch kommunikative Prozesse für unser gesellschaftliches und pluralistisches Zusammenleben in Gang zu setzen.

Im Austausch mit den unterschiedlichen Perspektiven und Biografien der Künstler*innen sowie durch die Vermittlung eines breiten Spektrums an künstlerischen Ausdrucksformen und Gattungen, macht „DAGESH on Tour“ eine „unbequeme“ und oftmals unsichtbar gemachte jüdische Vielfältigkeit sichtbar.

Worshops mit Ihrer Schulklasse

Angelehnt an das Wort „Machloket“, welches für jüdische Streitbarkeit steht, gestalten wir im Rahmen von Workshops mit Jugendlichen in Kunst – und Kultureinrichtungen „Räume für Dissens“.  Im Einklang mit den Ansätzen und Methoden der künstlerischen Vermittlungstätigkeit und emanzipatorischen Bildungsarbeit schaffen wir möglichst sichere und geschützte Räume, in dem die Teilnehmenden ihre Vorurteile verbalisieren, hinterfragen und diskutieren können. Gängiges und mächtiges Wissen kann darin sensibel dekonstruiert werden  und neue Perspektiven und Verständnis werden geschaffen.

Durch das Öffnen spielerischer partizipativer Räume erproben, verhandeln und erforschen Schüler*innen Handlungsstrategien und –optionen zur Selbstreflexion und Selbstermächtigung sowie Fragen zur gesellschaftlichen Mitgestaltung. Unser Blick zielt auf eine gegenseitige Anerkennung sowie auf die Frage wie wir zusammenleben wollen.

Interesse geweckt?

Weitere Details über das Vermittlungsprojekt „DAGESH on Tour“ können Sie unten aus unserer Info-Broschüre entnehmen. Wenn Sie mehr über das Kunstvermittlungsprogramm erfahren möchten und mit Ihrer Schulklasse oder Jugendgruppe an dem Programm teilnehmen möchten, senden Sie uns gern eine E-Mail an: info@dagesh.de

Info-Broschüre:

KÜNSTLERISCHE MITTEL WANDELN
GESELLSCHAFTLICHE PERSPEKTIVEN

DAGESH. Jüdische Kunst im Kontext ist ein Kunst- und Bildungsprojekt mit Sitz in Berlin. Unser neues Vermittlungsprogramm „DAGESH on Tour“ trägt zur demokratischen Schulkultur bei und setzt sich für den Zusammenhalt unserer pluralistischen Gesellschaft ein. Seit Juni 2020 laden wir junge Menschen zwischen 14 und 19 Jahren zum direkten Austausch und zur künstlerischen Zusammenarbeit mit jungen jüdischen Künstler*innen ein.

DAGESH on Tour_Info-Broschüre

FACHSYMPOSIUM

Ein Jahr nach #Halle – Reflexionsimpulse für die Bildungspolitik und pädagogische Praxis
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Am 9. Oktober jährte sich der rechtsextreme Terroranschlag in Halle zum ersten Mal. Das diesjährige Fachsymposium des Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment – ZWST nahm dies zum Anlass und widmete sich dem Thema „Ein Jahr nach #Halle – Folgen für das politische und pädagogische Handeln“.

In diesem Rahmen diskutierte Julia Y. Alfandari von DAGESH zusammen mit den Expertinnen, Prof. Dr. Maisha-Maureen Auma (Magdeburg-Stendal University of Applied Sciences) und Romina Wiegemann (Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment) über Reflexionsimpulse für die Bildungspolitik und pädagogische Praxis. Der Moderator des 3. Symposiums war Patrick Siegele, Direktor des Anne-Frank-Zentrums.

Vielen Dank an das Kompetenzzentrum  für die Einladung zu diesem wichtigen Austausch von Erfahrungen und Strategiemöglichkeiten in der gegenwärtigen antisemitismus- und antirassismuskritischen Bildungsarbeit.

Nochmals- und Nachschauen lohnt sich

Wenn Sie selbst Pädagog*in, eine Lehrkraft oder Eltern sind, die Interesse daran haben, DAGESH on Tour an Ihre Schule oder Jugendfreizeiteinrichtung zu holen, schreiben Sie uns: info@dagesh.de.

Wir freuen uns auf Ihre Anfragen!

 

 

 

 

Stipendien- und Residenzprogramme für Künstler*innen

In Kooperation mit dem Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk (ELES), dem Begabtenförderungswerk der jüdischen Gemeinschaft, unterstützt DAGESH mit seiner fachlichen Expertise und Vernetzung ELES Kunst-Stipendiat*innen. Ziel ist es den Stipendiat*innen eine größere öffentliche Sichtbarkeit, eine bessere Vernetzung und intensive Zusammenarbeit zu ermöglichen. Die Initiative ermöglicht Ausstellungen und öffentliche Auftritte in nationalen und internationalen Kontexten. Des Weiteren unterstützt DAGESH ELES in der ideellen Förderung, hierzu gehören u. a. das Theaterkolleg in Oberammergau oder das alljährliche Kunstkolleg in Kooperation mit dem Kurt Tucholsky Literaturmuseum Schloss Rheinsberg.

Ebenso unterstützt DAGESH in enger Zusammenarbeit mit ELES Residenzprogramme für ELES-Stipendiat*innen, wie zum Beispiel die „Kreativzeit in Rheinsberg“ und die „Schreibzeit in Buchen“. Diese Kooperationsprogramme ermöglichen ausgewählten Stipendiat*innen, sich für einen Monat in Rheinsberg bzw. für zwei Wochen in Buchen, ausschließlich ihrem künstlerischen bzw. wissenschaftlichen Arbeiten zu widmen. Weitere Informationen zu den Programmen finden Sie weiter unten.

In Kooperation mit dem Jüdischen Museum Berlin zeichnet DAGESH herausragende jüdische Nachwuchskünstler*innen mit dem DAGESH-Kunstpreis aus.

Schreibzeit in Buchen

Ein Stipendium der Bücherei des Judentums, Buchen (BdJ) und des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks

Die „Schreibzeit in Buchen“ bietet ELES-Stipendiat*innen die Möglichkeit, die Räumlichkeiten und die Bücherei für zwei Wochen zu nutzen. Sie können sich in ruhiger Atmosphäre konzentriert ihren Forschungen widmen.

Die Bücherei verfügt über ca. 9000 Titel (Fachliteratur sowie Belletristik aus allen Bereichen der Jüdischen Studien). Die Bücherei steht während der Schreibzeit für wissenschaftliche Arbeiten uneingeschränkt zur Verfügung. Soweit dafür benötigte Bücher im Bestand nicht vorhanden sind, können diese nach vorheriger Absprache angeschafft werden. Die Übernachtung erfolgt vor Ort in Buchen (Odenwald) und es wird ein lokalen Bildungsprogramm angeboten. Reise- und Unterbringungskosten werden übernommen.

Kreativzeit in Rheinsberg

In Zusammenarbeit mit dem Kurt Tucholsky Literaturmuseum Schloss Rheinsberg können sich ELES-Kunst-Stipendiat*innen für einen Monat nach Rheinsberg zurückzuziehen. In der großzügig geschnittenen Künstlerwohnung und in schöner Kultur- und Naturlandschaft können sie sich inspirieren lassen. Reise- und Unterbringungskosten werden übernommen.

DAGESH Kunstpreis // Festivals // Ausstellungen

DAGESH schafft durch den DAGESH Kunstpreis, Ausstellungen, Lesungen, Kunst- und Literaturfestivals, öffentliche Diskussionen und Kooperationen eine neue Sichtbarkeit für jüdische Künstler*innen.

Künstlerische Arbeiten unterschiedlicher jüdischer [post]migrantischer, [queer]feministischer, intersektionaler Perspektiven und Positionen auf unsere Gesellschaft stellen die Vielstimmigkeiten unter Jüdinnen*Juden dar. Es geht um neue Impulse und die Aufforderung zu einem Wechsel in unserem gesellschaftlichen Handeln und Denken.

 

DAGESH-Kunstpreis mit dem Jüdischen Museum Berlin

Jüdisches Leben in Deutschland ist heute so divers wie nie. Das spiegelt sich sowohl in den hybriden Identitäten jüdischer Künstler*innen wider, als auch in ihrer künstlerischen Praxis. Der DAGESH-Kunstpreis stärkt eine neue und vielfältige Sichtbarkeit jüdischer Gegenwartspositionen. Er macht diese sichtbar, ohne von einer harmonischen jüdischen Pluralität auszugehen. Es geht um die gestalterische Erprobung, Inszenierung und Vermittlung von etwas Neuem. Ausgezeichnet werden Werke, die sich mit den Problemen der Gegenwart und der Frage auseinandersetzen, wie wir zusammenleben können und die Alternativen aufzeigen.

Weitere Informationen zum DAGESH Kunstpreis sowie zur aktuellen Ausschreibung des DAGESH-Kunstpreis 2021 finden Sie hier: DAGESH-Kunstpreis

Festival Jüdischer Literaturen „Verquere Verortungen“

… und immer wieder verquer! Nach der fulminanten Reihe „Jüdische Literaturen“ feierte das Festival die Vielfalt gegenwärtiger jüdischer Literaturproduktion. Zwischen dem 3. und 5. Dezember 2019 wurden Festival-Besucher*innen von 30 Autor*innen und Künstler*innen zum Erkunden unterschiedlichster Literaturen ein, zum Hören, Lesen, Diskutieren und Streiten eingeladen. [mehr]

Ausstellung „Looking back – Thinking Ahead“

Im Zentrum der Ausstellung „Looking Back – Thinking Ahead“ standen neue Positionen zeitgenössischer, internationaler jüdischer Künstler*innen, die überwiegend in Deutschland leben. Was passiert ästhetisch, politisch, künstlerisch, wenn Akkulturation auf Desintegration trifft, Weißensee auf Bezalel, postsowjetische auf israelische Künstler*innen? Und das heute, mitten in Berlin? Die intermediale Ausstellung (Malerei, Fotografie, Installation, Video, Klangkunst) realisierte unerwartete Perspektivwechsel und versprach einen spannungsreichen Kunstdialog. [mehr]