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Neue Sichtbarkeit für jüdische Künstler*innen

Seit seiner Gründung schafft DAGESH durch Ausstellungen, Lesungen, Kunst- und Literaturfestivals sowie dem DAGESH-Kunstpreis öffentliche Diskussionen und Kooperationen eine neue Sichtbarkeit für jüdische Künstler*innen.

In Zusammenarbeit mit dem jüdischen Studienwerk ELES, fördert DAGESH seit 2016 jüdische Künstler*innen. Damit verfügt DAGESH über ein gewachsenes und exzellentes Netzwerk junger, engagierter Künstler*innen.

Im Juni 2020 ist ein Zweig der kulturellen Bildung zu DAGESH hinzugekommen. Dieser setzt auf die personale Vermittlung von jüdischen Gegenwartskünsten als gesellschaftswirkende Praxis. [weitere Infos hier]

Call for Artists: »TRANSITIONS« – Multimedia Art Exhibition
Festival & Ausstellungen
Verleihung des zweiten DAGESH-Kunstpreises an Talya Feldman
Kooperation
Bildung und Vermittlung jüdischer Gegenwartskünste
Bildung & Vermittlung
Stipendien- und Residenzprogramme für Künstler*innen
DAGESH Kunstpreis // Festivals // Ausstellungen
Festival & Ausstellungen

Call for Artists: »TRANSITIONS« – Multimedia Art Exhibition

The Leo Baeck Foundation’s arts and culture programme DAGESH. Jüdische Kunst im Kontext (Jewish Art in Context) in cooperation with the global network for Jewish culture, Asylum Arts cordially invite Jewish artists from across Europe and the Americas to participate in a multimedia arts exhibition »TRANSITIONS« that will premier in Berlin on June 30th, 2021.

»TRANSITIONS« seeks to create a new Jewish visibility that transcends borders in a European and transatlantic exchange. Via video and sound art, text composition, and other forms of visual and digital arts, selected artists will showcase their experience and understanding of solidarity and resistance through aesthetics and artistic practice from a shared and yet diverse contemporary Jewish perspective.

The concept of »TRANSITIONS« describes a liminal space, a threshold condition in which society currently finds itself, both socially and politically. A “betwixt and between” state, where the usual order of things is disrupted and new potentials and limits can be challenged and explored. With »TRANSITIONS« we seek to aesthetically explore ways to create newness founded on the very loss and (transgenerational) trauma of the original places. Speaking from a multiplicity of situated Jewish positions, the art pieces in the exhibition will display the artists’ engagement with political events, discourses and movements that impact and mobilise them in their specific context.

  • In appreciation of elements of otherness as well as forms of commonality, where can art be a means for solidarity and resistance to push for social change?
  • How can conflicts and generational gaps within Jewish communities be artistically addressed to transition to a paradigm shift?
  • What political and societal challenges, realities, and possibilities move Jewish artists within their specific geographic and social contexts? How can solidarity with one another and for one another be artistically expressed with other groups and struggles?

The multimedia exhibition will be part of a three-day Festival of Contemporary Jewish Art running under the same theme. The international festival connects artists with one another, encourages coalitions and contributes to shaping a creative, academic, and societal transition through the Art of Resistance (“Wehrhafte Kunst”). »TRANSITIONS« will subsequently exhibit in a number of European countries, such as Poland, Hungary, Netherlands, Greece, UK, and Austria (dates and places tbd).

Only works submitted through our online submission platform will be considered. To be eligible for the selection the following materials have to be submitted:

  • A concept for an art work to be part »TRANSITIONS« (1-page, PDF): The concept for the piece can be a completed work that you would like to further develop as part of TRANSITIONS. We will assess the conceptual description as well as the feasibility of the production’s realisations.
  • A completed online application form.
  • A CV (max. 2 pages).
  • Three references of existing works.

Submission deadline is on Tuesday, April 13th 2021 at 12 PM (CET).

>> Please read the full call for proposals here: DAGESH_Transitions Exhibition_CALL for Artists

>> To access our online submission platform, please click here: Online Application Form: »TRANSITIONS«

°°ATTENTION: SUBMISSION IS NOW CLOSED°°

 

In cooperation with and sponsored by:

Kooperation

Verleihung des zweiten DAGESH-Kunstpreises an Talya Feldman

& digitale Eröffnung der Installation „The Violence We Have Witnessed Carries a Weight on Our Hearts“

Der DAGESH-Kunstpreis wurde am 20. Mai 2021, um 19 Uhr im Rahmen einer digitalen öffentlichen Preis­verleihung an die Künstlerin Talya Feldman überreicht.

Der mit 7.000 Euro dotierte Preis wird von DAGESH. Jüdische Kunst im Kontext und dem Jüdischen Museum Berlin (JMB) verliehen. Er stärkt eine neue und vielfältige Sichtbarkeit jüdischer Gegenwartspositionen und zeichnet Werke aus, die sich mit den Problemen der Gegenwart und der Frage von Zusammenleben auseinandersetzen.

Talya Feldmans preisgekrönte Installation „The Violence We Have Witnessed Carries a Weight on Our Hearts” thematisiert die Kontinuitäten rechten Terrors in Deutschland von den 1980er Jahren bis heute. So entsteht ein Panorama pluralistischen Erinnerns, das die Vielfalt von Erinnerung und Zeugenschaft erfahrbar macht.

Die achtköpfige Jury wählte das Kunstwerk aus 60 Einreichungen zum Thema „Wehrhafte Kunst“ aus. In ihrer multimedialen Arbeit untersucht die Künstlerin die Kontinuitäten rechten Terrors in Deutschland von den 1980er Jahren bis heute. Hören und Zuhören sind wesentliche Aspekte der Installation, die sich von der politischen Instrumentalisierung von Trauer und Erinnerung abgrenzt. Feldmans Arbeit präsentiert u. a. Sprachaufnahmen von Überlebenden rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt, Familien der Terroropfer und Initiativen, die gegen rechten Terror kämpfen. In ihrer Arbeit öffnet Feldman ein Panorama pluralistischen Erinnerns und macht die Vielfalt von Erinnerung und Zeug*innenschaft erfahrbar.

„In Feldmans Arbeit wird Erinnern durch eine einmalige Vielfalt an Stimmen hör- und erlebbar. Dokumentarische Zeugnisse treffen auf persönliches Erinnern und werden komplex und eindrucksvoll miteinander verknüpft. Die Installation erzählt von tödlicher Gewalt, aber auch von Wut, Gegenwehr, Solidarität und Resilienz. In der Verbindung aus höchstem künstlerischem Anspruch, pluralistischem Erinnern, Ansprache und Aufforderung verkörpert Feldmans Arbeit zentrale Aspekte jüdischer Wehrhaftigkeit und Selbstbehauptung“, erklärt die Jury.

>> Mehr über die Installation und Informationen zur digitalen Preisverleihung am 20. Mai <<

Der DAGESH-Kunstpreis wurde am 20. Mai 2021 im Rahmen einer digitalen öffentlichen Preisverleihung überreicht. Die Installation von Talya Feldman wird vom 21. Mai bis Ende Juli 2021 im Jüdischen Museum Berlin ausgestellt.

Der DAGESH-Kunstpreis und die Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin werden durch eine Förderung der Freunde des Jüdischen Museums Berlin ermöglicht.

Informationen zur Künstlerin:

Talya Feldman ist eine zeitbasierte Medienkünstlerin aus Denver, Colorado, die derzeit in Hamburg, Deutschland, arbeitet. Sie erhielt ihren BFA an der School of the Art Institute of Chicago und ist Doktorandin an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. Sie hat in Chicago, New York, Boston, Hamburg und zuletzt in Denver im McNichols Civic Center mit dem Künstlerkollektiv Odessa Nomadic ausgestellt. Als Überlebende des rassistischen und antisemitischen Angriffs in Halle am 9. Oktober 2019 erhielt Feldman weltweite Anerkennung für ihre Projekte gegen rechten Terror in Zusammenarbeit mit dem Aktivistennetzwerk NSUWatch sowie für andere netzbasierte Arbeiten, die im vergangenen Jahr im Jüdischen Museum in Frankfurt gezeigt wurden. www.talyafeldman.net/

DAGESH-Kunstpreis:

Der Preis wird vom Jüdischen Museum Berlin und DAGESH. Jüdische Kunst im Kontext verliehen. Zur Jury des 2. DAGESH-Kunstpreis zählten Ilit Azoulay (Bildende Künstlerin), Sasha Marianna Salzmann (Dramaturg*in und Schriftsteller*in), Noam Brusilovsky (Hörspielund Theaterregisseur), Hetty Berg (Direktorin, JMB), Jo Frank (Director of Development, LBF), Gregor H. Lersch (Leiter Ausstellungen, JMB), Inka Bertz (Leiterin Sammlung, JMB) und Daniel Laufer (Kurator, DAGESH).

Den DAGESH-Kunstpreis 2018 erhielten Liat Grayver, Yair Kira und Amir Shpilman für ihre Installation „Open, Closed, Open“. Das Kunstwerk wurde vom 21. Juni bis zum 11. August 2019 im Jüdischen Museum Berlin ausgestellt.

Presse-Kontakt:

Stephanie Haerdle
DAGESH. Jüdische Kunst im Kontext
Presse & Kommunikation
Tel. 0174-3772 897 | haerdle @ leo-baeck-foundation.de | dagesh.de

Das Video der digitalen Preisverleihung mit Talya Feldman finden Sie hier >>

Informationen zur Auschreibung des DAGESH-Kunstpreis 2021 finden Sie hier >>

Informationen zur Verleihung des DAGESH-Kunstpreis 2018 finden Sie hier >>

Bildung & Vermittlung

Bildung und Vermittlung jüdischer Gegenwartskünste

Das kulturelle Bildungsprogramm von DAGESH richtet sich seit Juni 2020 mit dem Schulprojekt „DAGESH on Tour“ gezielt an Jugendliche. Mit dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt wollen wir junge Menschen für jüdisches Leben der Gegenwart sensibilisieren und ihnen gleichzeitig das direkte Gespräch mit jungen jüdischen Künstler*innen ermöglichen.

„DAGESH on Tour“ nutzt die Stärken der Künste gewohnte Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen und zu verrücken. Ziel ist es Veränderungen von Sichtweisen oder klischeehaften Zuschreibungen über das Judentum, Jüdinnen und Juden zu stimulieren, um dadurch kommunikative Prozesse für unser gesellschaftliches und pluralistisches Zusammenleben in Gang zu setzen.

Im Austausch mit den unterschiedlichen Perspektiven und Biografien der Künstler*innen sowie durch die Vermittlung eines breiten Spektrums an künstlerischen Ausdrucksformen und Gattungen, macht „DAGESH on Tour“ eine „unbequeme“ und oftmals unsichtbar gemachte jüdische Vielfältigkeit sichtbar.

Worshops mit Ihrer Schulklasse

Angelehnt an das Wort „Machloket“, welches für jüdische Streitbarkeit steht, gestalten wir im Rahmen von Workshops mit Jugendlichen in Kunst – und Kultureinrichtungen „Räume für Dissens“.  Im Einklang mit den Ansätzen und Methoden der künstlerischen Vermittlungstätigkeit und emanzipatorischen Bildungsarbeit schaffen wir möglichst sichere und geschützte Räume, in dem die Teilnehmenden ihre Vorurteile verbalisieren, hinterfragen und diskutieren können. Gängiges und mächtiges Wissen kann darin sensibel dekonstruiert werden  und neue Perspektiven und Verständnis werden geschaffen.

Durch das Öffnen spielerischer partizipativer Räume erproben, verhandeln und erforschen Schüler*innen Handlungsstrategien und –optionen zur Selbstreflexion und Selbstermächtigung sowie Fragen zur gesellschaftlichen Mitgestaltung. Unser Blick zielt auf eine gegenseitige Anerkennung sowie auf die Frage wie wir zusammenleben wollen.

Interesse geweckt?

Wenn Sie mit Ihrer Schulklasse oder Jugendgruppe an dem Programm teilnehmen möchten, senden Sie uns Ihre Anfrage gern über unser Online Formular. Wir freuen uns von Ihnen zu lesen und melden uns zeitnah zurück bei Ihnen. Bei weiteren Fragen zu unserem Vermittlungsprojekt „DAGESH on Tour“ können Sie uns auch jederzeit per Email erreichen: info @ dagesh.de

Künstlerische Mittel wandeln gesellschaftliche Perspektiven

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Bei DAGESH on Tour werden Jugendliche gemeinsam mit jungen jüdischen Künstler*innen selbst kreativ und produzieren Kunst für einen gesellschaftlichen Wandel. Hier ein kleiner Einblick, wie wir die Stärken der Künste nutzen, um gewohnte Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen und zu verrücken:

Im August 2020 war „DAGESH on Tour“ zu Gast in der Bötzow Schule in Berlin Prenzlauer Berg. Zusammen mit 25 Schüler*innen, unserer Kollegin Julia Y. Alfandari und dem Theater- und Hörspielregisseur Noam Brusilovsky, arbeiteten wir gemeinsam der Synagoge Rykestraße zu jüdischen Gegenwartskünsten und der Vielfalt heutigen jüdischen Lebens. Die Begeisterung der Teilnehmer*innen, ihre Neugier und Kreativität, haben uns sehr beeindruckt!

Ein großes Dankeschön an Mirna Funk und Vincentino e.V. – Kultur stärkt Kinder in Berlin für die Einladung! Noam Brusilovsky für die wunderbare Zusammenarbeit! Der Synagoge Rykestraße für die freundliche Aufnahme und die schönen Räume!

Gerne kommen wir 2021 auch zu Ihnen an die Schule oder Jugendverein! Schreiben Sie uns einfach info@dagesh.de oder rufen Sie an (030) 3199 8170-99

Das gesamte Video zu der Projektwoche „Jüdische Lebenswelten“ wurde produziert von der Medienwerkstatt Vincentino e.V. mit Schüler*innen der Bötzow-Grundschule im Schuljahr 2020. Anschauen lohnt sich! http://vincentino.org/de/projekt/medi… Vielen Dank an den Filmemacher MASCH und Ulla Giesler von Vincentino e.V. für die Nutzungserlaubnis des tollen Filmmitschnitts. (Copyright: Vincentino e.V. – Kultur stärkt Kinder in Berlin).

Das bundesweite Bildungsprogramm DAGESH on Tour wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Info-Broschüre:

KÜNSTLERISCHE MITTEL WANDELN
GESELLSCHAFTLICHE PERSPEKTIVEN

DAGESH. Jüdische Kunst im Kontext ist ein Kunst- und Bildungsprojekt mit Sitz in Berlin. Unser neues Vermittlungsprogramm „DAGESH on Tour“ trägt zur demokratischen Schulkultur bei und setzt sich für den Zusammenhalt unserer pluralistischen Gesellschaft ein. Seit Juni 2020 laden wir junge Menschen zwischen 14 und 19 Jahren zum direkten Austausch und zur künstlerischen Zusammenarbeit mit jungen jüdischen Künstler*innen ein.

DAGESH on Tour_Info-Broschüre

FACHSYMPOSIUM

Ein Jahr nach #Halle – Reflexionsimpulse für die Bildungspolitik und pädagogische Praxis
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Am 9. Oktober jährte sich der rechtsextreme Terroranschlag in Halle zum ersten Mal. Das diesjährige Fachsymposium des Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment – ZWST nahm dies zum Anlass und widmete sich dem Thema „Ein Jahr nach #Halle – Folgen für das politische und pädagogische Handeln“.

In diesem Rahmen diskutierte Julia Y. Alfandari von DAGESH zusammen mit den Expertinnen, Prof. Dr. Maisha-Maureen Auma (Magdeburg-Stendal University of Applied Sciences) und Romina Wiegemann (Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment) über Reflexionsimpulse für die Bildungspolitik und pädagogische Praxis. Der Moderator des 3. Symposiums war Patrick Siegele, Direktor des Anne-Frank-Zentrums.

Vielen Dank an das Kompetenzzentrum  für die Einladung zu diesem wichtigen Austausch von Erfahrungen und Strategiemöglichkeiten in der gegenwärtigen antisemitismus- und antirassismuskritischen Bildungsarbeit.

Nochmals- und Nachschauen lohnt sich

Wenn Sie selbst Pädagog*in, eine Lehrkraft oder Eltern sind, die Interesse daran haben, DAGESH on Tour an Ihre Schule oder Jugendfreizeiteinrichtung zu holen, schreiben Sie uns: info@dagesh.de.

Wir freuen uns auf Ihre Anfragen!

 

 

 

 

Stipendien- und Residenzprogramme für Künstler*innen

In Kooperation mit dem Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk (ELES), dem Begabtenförderungswerk der jüdischen Gemeinschaft, unterstützt DAGESH mit seiner fachlichen Expertise und Vernetzung ELES Kunst-Stipendiat*innen. Ziel ist es den Stipendiat*innen eine größere öffentliche Sichtbarkeit, eine bessere Vernetzung und intensive Zusammenarbeit zu ermöglichen. Die Initiative ermöglicht Ausstellungen und öffentliche Auftritte in nationalen und internationalen Kontexten. Des Weiteren unterstützt DAGESH ELES in der ideellen Förderung, hierzu gehören u. a. das Theaterkolleg in Oberammergau oder das alljährliche Kunstkolleg in Kooperation mit dem Kurt Tucholsky Literaturmuseum Schloss Rheinsberg.

Ebenso unterstützt DAGESH in enger Zusammenarbeit mit ELES Residenzprogramme für ELES-Stipendiat*innen, wie zum Beispiel die „Kreativzeit in Rheinsberg“ und die „Schreibzeit in Buchen“. Diese Kooperationsprogramme ermöglichen ausgewählten Stipendiat*innen, sich für einen Monat in Rheinsberg bzw. für zwei Wochen in Buchen, ausschließlich ihrem künstlerischen bzw. wissenschaftlichen Arbeiten zu widmen. Weitere Informationen zu den Programmen finden Sie weiter unten.

Schreibzeit in Buchen

Ein Stipendium der Bücherei des Judentums, Buchen (BdJ) und des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks

Die „Schreibzeit in Buchen“ bietet ELES-Stipendiat*innen die Möglichkeit, die Räumlichkeiten und die Bücherei für zwei Wochen zu nutzen. Sie können sich in ruhiger Atmosphäre konzentriert ihren Forschungen widmen.

Die Bücherei verfügt über ca. 9000 Titel (Fachliteratur sowie Belletristik aus allen Bereichen der Jüdischen Studien). Die Bücherei steht während der Schreibzeit für wissenschaftliche Arbeiten uneingeschränkt zur Verfügung. Soweit dafür benötigte Bücher im Bestand nicht vorhanden sind, können diese nach vorheriger Absprache angeschafft werden. Die Übernachtung erfolgt vor Ort in Buchen (Odenwald) und es wird ein lokalen Bildungsprogramm angeboten. Reise- und Unterbringungskosten werden übernommen.

Kreativzeit in Rheinsberg

In Zusammenarbeit mit dem Kurt Tucholsky Literaturmuseum Schloss Rheinsberg können sich ELES-Kunst-Stipendiat*innen für einen Monat nach Rheinsberg zurückzuziehen. In der großzügig geschnittenen Künstlerwohnung und in schöner Kultur- und Naturlandschaft können sie sich inspirieren lassen. Reise- und Unterbringungskosten werden übernommen.

DAGESH Kunstpreis // Festivals // Ausstellungen

DAGESH schafft durch den DAGESH Kunstpreis, Ausstellungen, Lesungen, Kunst- und Literaturfestivals, öffentliche Diskussionen und Kooperationen eine neue Sichtbarkeit für jüdische Künstler*innen.

Künstlerische Arbeiten unterschiedlicher jüdischer [post]migrantischer, [queer]feministischer, intersektionaler Perspektiven und Positionen auf unsere Gesellschaft stellen die Vielstimmigkeiten unter Jüdinnen*Juden dar. Es geht um neue Impulse und die Aufforderung zu einem Wechsel in unserem gesellschaftlichen Handeln und Denken.

 

DAGESH-Kunstpreis mit dem Jüdischen Museum Berlin

Jüdisches Leben in Deutschland ist heute so divers wie nie. Das spiegelt sich sowohl in den hybriden Identitäten jüdischer Künstler*innen wider, als auch in ihrer künstlerischen Praxis. Der DAGESH-Kunstpreis stärkt eine neue und vielfältige Sichtbarkeit jüdischer Gegenwartspositionen. Er macht diese sichtbar, ohne von einer harmonischen jüdischen Pluralität auszugehen. Es geht um die gestalterische Erprobung, Inszenierung und Vermittlung von etwas Neuem. Ausgezeichnet werden Werke, die sich mit den Problemen der Gegenwart und der Frage auseinandersetzen, wie wir zusammenleben können und die Alternativen aufzeigen.

Weitere Informationen zum DAGESH Kunstpreis sowie zur Gewinnerin Talya Feldman des DAGESH-Kunstpreis 2021 finden Sie hier: DAGESH-Kunstpreis

Festival Jüdischer Literaturen „Verquere Verortungen“

… und immer wieder verquer! Nach der fulminanten Reihe „Jüdische Literaturen“ feierte das Festival die Vielfalt gegenwärtiger jüdischer Literaturproduktion. Zwischen dem 3. und 5. Dezember 2019 wurden Festival-Besucher*innen von 30 Autor*innen und Künstler*innen zum Erkunden unterschiedlichster Literaturen ein, zum Hören, Lesen, Diskutieren und Streiten eingeladen. [mehr]

Ausstellung „Looking back – Thinking Ahead“

Im Zentrum der Ausstellung „Looking Back – Thinking Ahead“ standen neue Positionen zeitgenössischer, internationaler jüdischer Künstler*innen, die überwiegend in Deutschland leben. Was passiert ästhetisch, politisch, künstlerisch, wenn Akkulturation auf Desintegration trifft, Weißensee auf Bezalel, postsowjetische auf israelische Künstler*innen? Und das heute, mitten in Berlin? Die intermediale Ausstellung (Malerei, Fotografie, Installation, Video, Klangkunst) realisierte unerwartete Perspektivwechsel und versprach einen spannungsreichen Kunstdialog. [mehr]