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Neue Sichtbarkeit für jüdische Künstler*innen

Seit seiner Gründung schafft DAGESH durch Ausstellungen, Lesungen, Kunst- und Literaturfestivals, öffentliche Diskussionen und Kooperationen eine neue Sichtbarkeit für jüdische Künstler*innen.

In Zusammenarbeit mit dem jüdischen Studienwerk ELES, fördert DAGESH seit 2016 jüdische Künstler*innen. Damit verfügt DAGESH über ein gewachsenes und exzellentes Netzwerk junger, engagierter Künstler*innen. [mehr]

Im Juni 2020 ist ein Zweig der kulturellen Bildung zu DAGESH hinzugekommen. Dieser setzt auf die personale Vermittlung von jüdischen Gegenwartskünsten als gesellschaftswirkende Praxis. [weitere Infos hier]

Bildung und Vermittlung jüdischer Gegenwartskünste
Bildung & Vermittlung
Stipendien- und Residenzprogramme für Künstler*innen
Förderung Kooperation
DAGESH-Kunstpreis mit dem JMB
Förderung Kooperation
Festivals & Ausstellungen
Kooperation Veranstaltung
Bildung & Vermittlung

Bildung und Vermittlung jüdischer Gegenwartskünste

Das kulturelle Bildungsprogramm von DAGESH richtet sich seit Juni 2020 mit dem Schulprojekt „DAGESH on Tour“ gezielt an Jugendliche. Mit dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt wollen wir junge Menschen für jüdisches Leben der Gegenwart sensibilisieren und ihnen gleichzeitig das direkte Gespräch mit jungen jüdischen Künstler*innen ermöglichen.

„DAGESH on Tour“ nutzt die Stärken der Künste gewohnte Denk- und Handlungsmuster zu hinterfragen und zu verrücken. Ziel ist es Veränderungen von Sichtweisen oder klischeehaften Zuschreibungen über das Judentum, Jüdinnen und Juden zu stimulieren, um dadurch kommunikative Prozesse für unser gesellschaftliches und pluralistisches Zusammenleben in Gang zu setzen.

Im Austausch mit den unterschiedlichen Perspektiven und Biografien der Künstler*innen sowie durch die Vermittlung eines breiten Spektrums an künstlerischen Ausdrucksformen und Gattungen, macht „DAGESH on Tour“ eine „unbequeme“ und oftmals unsichtbar gemachte jüdische Vielfältigkeit sichtbar.

Worshops mit Ihrer Schulklasse

Angelehnt an das Wort „Machloket“, welches für jüdische Streitbarkeit steht, gestalten wir im Rahmen von Workshops mit Jugendlichen in Kunst – und Kultureinrichtungen „Räume für Dissens“.  Im Einklang mit den Ansätzen und Methoden der künstlerischen Vermittlungstätigkeit und emanzipatorischen Bildungsarbeit schaffen wir möglichst sichere und geschützte Räume, in dem die Teilnehmenden ihre Vorurteile verbalisieren, hinterfragen und diskutieren können. Gängiges und mächtiges Wissen kann darin sensibel dekonstruiert werden  und neue Perspektiven und Verständnis werden geschaffen.

Durch das Öffnen spielerischer partizipativer Räume erproben, verhandeln und erforschen Schüler*innen Handlungsstrategien und –optionen zur Selbstreflexion und Selbstermächtigung sowie Fragen zur gesellschaftlichen Mitgestaltung. Unser Blick zielt auf eine gegenseitige Anerkennung sowie auf die Frage wie wir zusammenleben wollen.

Interesse geweckt?

Weitere Details über das Vermittlungsprojekt „DAGESH on Tour“ können Sie unten aus unserer Info-Broschüre entnehmen. Wenn Sie mehr über das Kunstvermittlungsprogramm erfahren möchten und mit Ihrer Schulklasse oder Jugendgruppe an dem Programm teilnehmen möchten, senden Sie uns gern eine E-Mail an: info@dagesh.de

Info-Broschüre:

KÜNSTLERISCHE MITTEL WANDELN
GESELLSCHAFTLICHE PERSPEKTIVEN

DAGESH. Jüdische Kunst im Kontext ist ein Kunst- und Bildungsprojekt mit Sitz in Berlin. Unser neues Vermittlungsprogramm „DAGESH on Tour“ trägt zur demokratischen Schulkultur bei und setzt sich für den Zusammenhalt unserer pluralistischen Gesellschaft ein. Seit Juni 2020 laden wir junge Menschen zwischen 14 und 19 Jahren zum direkten Austausch und zur künstlerischen Zusammenarbeit mit jungen jüdischen Künstler*innen ein.

DAGESH on Tour_Info-Broschüre

Ausschreibung:

DAGESH sucht ab sofort jüdische Künstler*innen für unser neues Bildungsprogramm „DAGESH on Tour“!

Bewerbt Euch bis zum 11.9.2020 und werdet Teil unseres Künstler*innen-Pools! Alle Infos hier

Förderung Kooperation

Stipendien- und Residenzprogramme für Künstler*innen

In Kooperation mit dem Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk (ELES), dem Begabtenförderungswerk der jüdischen Gemeinschaft, unterstützt DAGESH mit seiner fachlichen Expertise und Vernetzung ELES Kunst-Stipendiat*innen. Ziel ist es den Stipendiat*innen eine größere öffentliche Sichtbarkeit, eine bessere Vernetzung und intensive Zusammenarbeit zu ermöglichen. Die Initiative ermöglicht Ausstellungen und öffentliche Auftritte in nationalen und internationalen Kontexten. Des Weiteren unterstützt DAGESH ELES in der ideellen Förderung, hierzu gehören u. a. das Theaterkolleg in Oberammergau oder das alljährliche Kunstkolleg in Kooperation mit dem Kurt Tucholsky Literaturmuseum Schloss Rheinsberg.

Ebenso unterstützt DAGESH in enger Zusammenarbeit mit ELES Residenzprogramme für ELES-Stipendiat*innen, wie zum Beispiel die „Kreativzeit in Rheinsberg“ und die „Schreibzeit in Buchen“. Diese Kooperationsprogramme ermöglichen ausgewählten Stipendiat*innen, sich für einen Monat in Rheinsberg bzw. für zwei Wochen in Buchen, ausschließlich ihrem künstlerischen bzw. wissenschaftlichen Arbeiten zu widmen. Weitere Informationen zu den Programmen finden Sie weiter unten.

In Kooperation mit dem Jüdischen Museum Berlin zeichnet DAGESH herausragende jüdische Nachwuchskünstler*innen mit dem DAGESH-Kunstpreis aus.

Schreibzeit in Buchen

Ein Stipendium der Bücherei des Judentums, Buchen (BdJ) und des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks

Die „Schreibzeit in Buchen“ bietet ELES-Stipendiat*innen die Möglichkeit, die Räumlichkeiten und die Bücherei für zwei Wochen zu nutzen. Sie können sich in ruhiger Atmosphäre konzentriert ihren Forschungen widmen.

Die Bücherei verfügt über ca. 9000 Titel (Fachliteratur sowie Belletristik aus allen Bereichen der Jüdischen Studien). Die Bücherei steht während der Schreibzeit für wissenschaftliche Arbeiten uneingeschränkt zur Verfügung. Soweit dafür benötigte Bücher im Bestand nicht vorhanden sind, können diese nach vorheriger Absprache angeschafft werden. Die Übernachtung erfolgt vor Ort in Buchen (Odenwald) und es wird ein lokalen Bildungsprogramm angeboten. Reise- und Unterbringungskosten werden übernommen.

Kreativzeit in Rheinsberg

In Zusammenarbeit mit dem Kurt Tucholsky Literaturmuseum Schloss Rheinsberg können sich ELES-Kunst-Stipendiat*innen für einen Monat nach Rheinsberg zurückzuziehen. In der großzügig geschnittenen Künstlerwohnung und in schöner Kultur- und Naturlandschaft können sie sich inspirieren lassen. Reise- und Unterbringungskosten werden übernommen.

Förderung Kooperation

DAGESH-Kunstpreis mit dem JMB

In Kooperation mit dem Jüdischen Museum Berlin (JMB) zeichnet DAGESH herausragende jüdische Nachwuchskünstler*innen mit dem DAGESH-Kunstpreis aus. Der erste DAGESH-Kunstpreis ging 2018 an die bildende Künstlerin Liat Grayver, den Produktdesigner Yair Kira und den Komponisten Amir Shpilman für ihr gemeinsames Werk Open, Closed, Open – פתוח, סגור, פתוח. Die multimediale und partizipative Installation wurde im Sommer 2019 im Jüdischen Museum Berlin ausgestellt. Nähere Informationen zum DAGESH-Kunstpreis 2018 und zur Preisverleihung finden Sie hier.

Der zweite DAGESH-Kunstpreis wird im Frühjahr 2021 verliehen. Weitere Informationen und Anweisungen zum Bewerbungsprozess folgen in Kürze.

Eröffnung „Open Closed Open“, Jüdisches Museum Berlin

Interview mit den Preisträger*innen 2018:

DAGESH zeichnet in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Berlin herausragende jüdische Nachwuchskünstler*innen aus. Der DAGESH-Kunstpreis wurde 2018 erstmalig vergeben. Ausgezeichnet wurden die bildende Künstlerin Liat Grayver, der Produktdesigner Yair Kira und der Komponist Amir Shpilman für ihr Werk „Open, Closed, Open“. Bei der multimedialen Installation interagieren die Besucher*innen mit einem Roboter und bearbeiten gemeinsam eine große Sandfläche mit hebräischen Buchstaben. [mehr]

Kooperation Veranstaltung

Festivals & Ausstellungen

DAGESH schafft durch Ausstellungen, Lesungen, Kunst- und Literaturfestivals, öffentliche Diskussionen und Kooperationen eine neue Sichtbarkeit für jüdische Künstler*innen.

Künstlerische Arbeiten unterschiedlicher jüdischer [post]migrantischer, [queer]feministischer, intersektionaler Perspektiven und Positionen auf unsere Gesellschaft stellen die Vielstimmigkeiten unter Jüdinnen*Juden dar. Es geht um neue Impulse und die Aufforderung zu einem Wechsel in unserem gesellschaftlichen Handeln und Denken.

 

 

Festival Jüdischer Literaturen „Verquere Verortungen“

… und immer wieder verquer! Nach der fulminanten Reihe „Jüdische Literaturen“ feierte das Festival die Vielfalt gegenwärtiger jüdischer Literaturproduktion. Zwischen dem 3. und 5. Dezember 2019 wurden Festival-Besucher*innen von 30 Autor*innen und Künstler*innen zum Erkunden unterschiedlichster Literaturen ein, zum Hören, Lesen, Diskutieren und Streiten eingeladen.

Lyrik, Prosa, Hörspiel, Typografie, Performance – in einer spannenden Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen und literarischer Gattungen werden Fragen fokussiert und aktualisiert: Wie verorten sich jüdische Autor*innen in kulturellen und politischen Debatten der Gegenwart? Wie inszenieren sie das Unerwartete und Widerständige? Mit welchen literarischen Mitteln lassen sich verquere Verortungen dekonstruieren? Welche Rolle spielen religiöse Traditionen, Mehrsprachigkeit und Migration? Was bedeutet das Label »jüdisch« für die Produktion von Kunst? Und gibt es sie überhaupt, die »jüdischen Literaturen«? [mehr]

„Open, closed, open“ –  Eröffnung im Jüdischen Museum Berlin

Am 20. Juni 2019 wurde die Ausstellung „Open, Closed, Open in Anwesenheit der Künstler_innen Liat Grayver, Yair Kira und Amir Shpilman feierlich eröffnet. Die mit dem ersten DAGESH-Kunstpreis ausgezeichnete Installation setzt sich mit der Frage auseinander, was Jüdisch- Sein heute bedeutet. [mehr]

Informationen zum DAGESH-Kunstpreis sind hier zu finden.

Ausstellung „Looking back – Thinking Ahead“

Im Zentrum der Ausstellung „Looking Back – Thinking Ahead“ stehen neue Positionen zeitgenössischer, internationaler jüdischer Künstler_innen, die überwiegend in Deutschland leben. Was passiert ästhetisch, politisch, künstlerisch, wenn Akkulturation auf Desintegration trifft, Weißensee auf Bezalel, postsowjetische auf israelische Künstler_innen? Und das heute, mitten in Berlin? Die intermediale Ausstellung (Malerei, Fotografie, Installation, Video, Klangkunst) realisiert unerwartete Perspektivwechsel und verspricht einen spannungsreichen Kunstdialog. [mehr]