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Projekte und Förderung

Neue Sichtbarkeit für jüdische Künstler*innen

Seit seiner Gründung schafft DAGESH durch Ausstellungen, Lesungen, Kunst- und Literaturfestivals, öffentliche Diskussionen, und Kooperationen eine neue Sichtbarkeit für jüdische Künstler*innen.

Im Rahmen des DAGESH KunstLAB fördert DAGESH seit 2016 jüdische Künstler*innen  im Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk. Damit verfügt DAGESH über ein gewachsenes, exzellentes Netzwerk junger, engagierter Künstler*innen.

Im Juni 2020 ist ein Zweig der kulturellen Bildung zu DAGESH hinzugekommen. Dieser setzt auf die personale Vermittlung von Kunst als gesellschaftswirkende Praxis.

Wo stehen wir heute

Jüdisches Leben im Deutschland der Gegenwart ist heute so vielfältig wie nie. Diese Vielfalt ist auch ablesbar an gegenwärtiger Kunstproduktion junger Jüdinnen und Juden. In jüdischen Gegenwartskünsten werden vor allem Themen der Interaktion zwischen den jüdischen Gemeinschaften, jüdischen Kulturen und der deutschen Gesellschaft verhandelt.

Mit Blick auf das (Spannungs-)Verhältnis mit der deutschen nicht-jüdischen Gesellschaft sowie der langen Geschichte von Antisemitismus und Rassismus in Deutschland, die sich fortwährend durch alle Teile unserer Gegenwart zieht, ist jüdische Pluralität Anlass für Reibung und Konflikt.

Die Themen sind vielfältig: Migrationserfahrungen und Migrationsgeschichten, Fragen nach Zugehörigkeit und Identität(en), Minderheitenpositionen und Intersektionalitätsdynamiken, Auseinandersetzungen mit Familie, Religion, Geschichte, Politik, Sexualität und Geschlecht, Ausgrenzung und Gewalt.

Obwohl heute weit über 200.000 Jüdinnen und Juden in Deutschland leben, werden sie von der Gesamtgesellschaft immer wieder als „Fremde“ wahrgenommen, die außerhalb der deutschen und europäischen Gesellschaft stehen und nicht zum deutschen „Wir“ gehören. Kunst und emanzipatorische Kunstvermittlung bieten uns die Chance, innerjüdisch über jüdisches Leben in Deutschland zu reflektieren und jüdisches Leben in die Gesellschaft zu vermitteln, um klischeehafte Fremdzuschreibungen und Erwartungen herauszufordern.

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