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Über DAGESH

Jüdisches Leben im Deutschland der Gegenwart ist vielfältig. Diese Vielfalt ist auch an der Kunstproduktion junger Jüdinnen und Juden abzulesen. DAGESH* macht dies sichtbar, ohne notwendigerweise von einer harmonischen jüdischen Pluralität auszugehen. Es geht um die gestalterische Erprobung und Inszenierung von etwas Neuem.

DAGESH ist ein Programm der Leo Baeck Foundation (LBF), das durch Mittel des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ermöglicht wird.  DAGESH bewegt sich an der Schnittstelle zwischen kultureller und politischer Bildungsarbeit. Als Plattform und Netzwerk unterstützt DAGESH junge jüdische Künstler*innen und gibt Stimmen und Ausdrucksformen zur Neudefinition eines gegenwärtigen und zukunftsgewandten jüdischen Selbstverständnisses und -bewusstseins in Deutschland einen Raum.

DAGESH fördert innovative Kunstprojekte und multimediale künstlerische Kooperationen, sensibilisiert die etablierte Kunstwelt für jüdische Perspektiven und jüdische Überlieferungen und schafft einen kreativen Austausch zwischen unterschiedlichen, jüdischen wie nicht-jüdischen, partikularen wie globalen Kunstformen und -traditionen. Ziel ist es, anhand künstlerischer Arbeiten und Auseinandersetzungen unterschiedlicher jüdischer Perspektiven und Positionen auf unsere Gesellschaft die Lücke zur Gegenwart jüdischen Lebens zu schließen.


*Das Dagesh ein Punkt, ein kleines Quadrat im Zentrum von Buchstaben des hebräischen und jiddischen Alphabets – trägt in sich keine Bedeutung. Es kann jedoch die Bedeutung der Worte verändern, indem es Betonungen verschärft. Auch das will Kunst: Akzente setzen und Inhalte verschieben.

Jo Frank
Programmleitung
Julia Y. Alfandari
Programmkoordination
Yana Lemberska
Bildungsreferentin
Maria Sand
Projektbearbeitung
Stephanie Haerdle
Kommunikation
Daniel Laufer
Kurator

Jo Frank

Programmleitung

 

Jo Frank ist Geschäftsführer des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks sowie Director of Development der Leo Baeck Foundation. Er ist in Southend-on-Sea, Kiel und Heidelberg aufgewachsen. Er studierte Anglistik und Amerikanistik an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie Holocaust Communication am Touro College Berlin. Jo Frank ist Mitbegründer und Lektor des Verlagshaus Berlin sowie des Ensemble Zeitkunst und arbeitet zudem als multilingualer Autor und Übersetzer.

Julia Y. Alfandari

Programmkoordination

 

Julia Yael Alfandari hat im März 2020 die Koordination von DAGESH. Jüdische Kunst im Kontext übernommen. Zuvor war sie Referentin bei der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin, wo sie u. a. das Referat Nahost und Nordafrika interimistisch leitete. Die Jahre davor war sie als Gender und Diversität Expertin bei CARE International und bei UN Women tätig. Im Rahmen ihrer langjährigen Erfahrung in der politischen und kulturellen Bildungsarbeit liegt ihr thematischer Fokus insbesondere auf Gender & Diversität, antisemitismus- und rassismuskritische Vermittlungsarbeit, sowie auf Fragen des ästhetischen Widerstands und künstlerischen Allianzen. Ihr Interesse ist es, die Sichtbarkeit der Gegenwarts- und Erinnerungskultur aus einer nicht ausschließlich europäischen jüdisch intersektionalen, feministischen Perspektive zu stärken.

Julia Yael Alfandari ist Alumna des jüdischen Studienwerks ELES und hat ihren Master in Völkerrecht an der SOAS (School of Oriental and African Studies, University of London) abgeschlossen.

Yana Lemberska

Bildungsreferentin

 

Yana Lemberska ist seit November 2020 Referentin des kulturellen Bildungsprogramms DAGESH on Tour. Als langjährige Mitarbeiterin des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks und ehemalige ELES-Stipendiatin, war sie u.a. am Aufbau und Entwicklung der ELES-Grundförderung und Gestaltung der ideellen Förderung maßgebend beteiligt. Yana Lemberska verfügt über einschlägige Erfahrungen in der interkulturellen Bildungsarbeit.

Ihr Studium in Kunstgeschichte schloss Yana Lemberska an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg ab und ihr Folgestudium in Jüdischen Studien an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg sowie an der Tel Aviv University. Schwerpunkte ihrer Studien und Praxis: Immigration, Mehrsprachigkeit, Zugehörigkeiten, fluide und hybride Identitätskonzepte, Sichtbarkeit, Pluralität, gegenwärtige Postholocaustdiskurs und Erinnerungsnarrative, Diversität des jüdischen Lebens in Deutschland.

Maria Sand

Projektbearbeitung

 

Maria Sand ist seit Oktober 2020 Teil des DAGESH Teams. Die Veranstaltungskauffrau und Kommunikationswissenschaftlerin arbeitete zuvor in den Bereichen Kunst, Kultur und Event in Berlin, Dresden und Vilnius, in der Unternehmenskommunikation von Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, sowie in der Erwachsenenbildung im Fraunhofer-Marketing-Netzwerk.

Ihr Studium schloss sie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und dem Mary Immaculate College, Limerick, Irland (Kommunikationswissenschaften und Kunstgeschichte, B.A.) ab. Ihren Master in Angewandter Medienforschung absolvierte sie an der Technischen Universität Dresden. Schwerpunkt ihrer akademischen Recherche adressierte die Existenz linken Antisemitismus und den Einfluss der Pegida-Bewegung auf das Image Dresdens.

Vermittlungs- und Bildungsarbeit sieht Maria Sand als ein treibendes Vehikel, um z.B. Herkunft und Gender nicht zu einem Hindernis, sondern zu einem positiven Aspekt der Identität junger Menschen zu machen und damit eine diverse Gesellschaft zu fördern und zu formen.

Stephanie Haerdle

Kommunikation

 

Stephanie Haerdle ist als Mitarbeiterin der Leo Baeck Foundation für Presse und Kommunikation bei DAGESH verantwortlich.

Sie studierte Neuere deutsche Literatur, Kulturwissenschaft und Gender Studies (M. A.) an der Humboldt-Universität zu Berlin und publizierte über Zirkus, Frauengeschichte und Sexualität.

Daniel Laufer

Kurator

 

Daniel Laufer ist als Kurator von DAGESH tätig. Er studierte von 1999 bis 2004 an der Hochschule für bildende Künste Braunschweig bei Birgit Hein, Marina Abramovic und Walter Dahn, bei dem er 2004 als Meisterschüler abschloss. In den vergangenen Jahren hat Daniel Laufer seine Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen weltweit präsentiert, u.a. im Artists Space, New York, Van Gogh Museum, Amsterdam, Kunstmuseum Bonn und Jüdischen Museum Berlin. Im Rahmen von DAGESH hat er die Ausstellung „Looking Back – Thinking Ahead“ (2019) kuratiert.