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DAGESH-Kunstpreis. Digitale Preisverleihung mit Talya Feldman.

Die Künstlerin Talya Feldman wird für ihre Installation „The Violence We Have Witnessed Carries a Weight on Our Hearts“ mit dem 2. DAGESH-Kunstpreis ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am 20. Mai 2021 ab 19 Uhr digital auf dem YouTube-Kanal von DAGESH statt. 

PROGRAMM:

  • Begrüßung und Preisverleihung von Hetty Berg, Direktorin des Jüdischen Museums Berlin
  • Virtuelle Tour durch die Ausstellung mit der Künstlerin Talya Feldman, Julia Y. Alfandari, Programmkoordinatorin von DAGESH. Jüdische Kunst im Kontext, und Gregor H. Lersch, Leiter Ausstellungen und Kurator, Jüdisches Museum Berlin
  • *Überlegungen zu „Wehrhafter Kunst“ und Verabschiedung von Jo Frank, Geschäftsführer von DAGESH. Jüdische Kunst im Kontext/ Director of Development der Leo Baeck Foundation Die Preisverleihung findet in deutscher und englischer Sprache statt.

Bild: (C) Voice waves; Talya Feldman, 2021 Der dotierte Preis wird vom Jüdischen Museum Berlin (JMB) und DAGESH. Jüdische Kunst im Kontext verliehen. Er stärkt eine neue und vielfältige Sichtbarkeit jüdischer Gegenwartspositionen und zeichnet Werke aus, die sich mit den Problemen der Gegenwart und der Frage von Zusammenleben auseinandersetzen. Das Thema des Wettbewerbes 2021 war „Wehrhafte Kunst“.

INFORMATIONEN ZUR INSTALLATION:

Talya Feldman untersucht in ihrer multimedialen Arbeit „The Violence We Have Witnessed Carries a Weight on Our Hearts“ die Kontinuitäten rechten Terrors in Deutschland von 1979 bis heute. Sie präsentiert Sprachaufnahmen von Überlebenden rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt sowie von Familien der Terroropfer und Initiativen, die gegen rechten Terror kämpfen. Aus der Perspektive der betroffenen Menschen zeigt Talya Feldman, wie groß die Traumata für das Umfeld der Opfer auch nach den Anschlägen sind – bis heute. Die Stimmen in der Installation thematisieren auch die Rolle von Polizei, Verfassungsschutz und Justiz, die sich in zahlreichen Fällen zu spät und nicht ausreichend auf die Täter aus rechten Netzwerken konzentrierten. So wurden bereits 1980 im Fall der Ermordung von Shlomo Lewin und Frida Poeschke die Täter zunächst im Umfeld der Opfer gesucht, obwohl verschiedene Hinweise für rechtsextreme Täter sprachen. Nicht zuletzt die Anschlagsserie des NSU und die Anschläge von Halle und Hanau haben gezeigt, wie mangelhaft der Schutz vor und die Aufarbeitung von rechtem Terror in Deutschland nach 1945 funktioniert hat. Seit 1945 wurden in Deutschland Hunderte Menschen Todesopfer rechtsextremer Gewalt. Diese Kontinuität macht Talya Feldmans Installation erfahrbar.

Die Installation wird vom 21. Mai bis zum 1. August 2021 in der Eric F. Ross Galerie im Libeskindbau des Jüdischen Museums Berlin ausgestellt. Der DAGESH-Kunstpreis und die Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin werden durch eine Förderung der Freunde des Jüdischen Museums Berlin ermöglicht.

WEITERE INFOS: https://dagesh.de/angebote/2-dagesh-k…