Ankündigung: Dagesh–Studio on the Road #ShabbatEdition

„Das wiederkehrende Besondere | The Returning Singular“
Künstlerischer Salon
Nachtasyl im Thalia Theater Hamburg | 13. November 2026 | 16.30–20.00 Uhr

Kuration: Daniel Laufer

Programm auf Deutsch und Englisch

Mit der #ShabbatEdition bringt Dagesh die Reihe Dagesh–Studio on the Road erstmals nach Hamburg. Unter dem Titel „Das wiederkehrende Besondere | The Returning Singular“ widmet sich der Abend dem Shabbat als wiederkehrende Ausnahme, als wöchentliche Unterbrechung des Alltags und schafft einen Raum für künstlerische Praxis.

Die #ShabbatEdition knüpft an die Tradition jüdischer Salons als Orte der Begegnung, des Austauschs und der Kunst an. So entsteht im Nachtasyl des Thalia Theaters ein zeitgenössischer Salon, in dem künstlerische Beiträge den Shabbat begleiten, kommentieren und neu interpretieren. Der Übergang vom Alltag in den Shabbat wird mit dem Entzünden der Shabbatkerzen markiert und durch musikalische, literarische und performative Beiträge gestaltet. Sie greifen zentrale Motive des Shabbat auf: Wiederholung und Unterbrechung, Gemeinschaft und Rückzug, Stimme und Schweigen. So eröffnen sich unterschiedliche künstlerische Perspektiven auf diese besondere Zeit – und Räume für die Begegnung zwischen Künstler*innen und Publikum.

Mit Beiträgen von: Micki Weinberg, Lana Lux, Daniel Gerzenberg, Masha the Rich Man, Tobias Herzberg, Leonard Dick, Daniel Kahn und Yeva Lapsker

Die #ShabbatEdition „Das wiederkehrende Besondere | The Returning Singular“ ist die vierte Ausgabe der bundesweiten Reihe Dagesh–Studio on the Road, die zeitgenössische jüdische Positionen in der Gegenwartskunst sichtbar macht. Nach Stationen in Chemnitz, Dresden und Veitshöchheim findet sie in Hamburg in Zusammenarbeit mit dem Thalia Theater und dem Altonaer Museum sowie mit Unterstützung durch den Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus statt.

Gerahmt wird der Abend von einem Vernetzungstreffen jüdischer Künstler*innen aus dem bundesweiten und europäischen Dagesh-Netzwerk im Altonaer Museum anlässlich der Sonderausstellung „Menschen & Orte. Hamburgs jüdische Geschichte“, die am 11. November 2026 eröffnet wird. Dagesh – Jüdische Kunst im Kontext ist an der Kuration der zeitgenössischen künstlerischen Positionen der Ausstellung beteiligt.

 

Um Anmeldung wird gebeten:


Ankündigung: fluctoplasma Festival 2026

Mit Beiträgen zum Eröffnungsprogramm und einem Praxisworkshop gestalten Dagesh – Jüdische Kunst im Kontext und CPPD das Programm des fluctoplasma Festivals 2026 (22.-24. Oktober 2026) in Hamburg mit. An zwei Festivaltagen geben beide Programme Einblicke in ihre Arbeit zu pluralen Erinnerungskulturen, kuratorischer Forschung, Erinnerungspraxis und partizipativer Kulturarbeit, sowie in künstlerische Perspektiven auf jüdische Gegenwart, Erinnerungskultur und gesellschaftliche Teilhabe.

Los geht es zur offiziellen Eröffnung (22. Oktober) mit einer Eröffnungsrede von CPPD-Kurator Max Czollek, einem Jury-Statement von Dagesh-Referentin Yana Lemberska sowie dem Panel-Gespräch „Allein sind wir erledigt, zusammen erledigen wir das“, Akteur*innen aus der CPPD und Dagesh-Künstler*innen ins Gespräch bringt.

Am zweiten Festivaltag (23. Oktober) findet der Workshop „Jüdische Kunst im Kontext“, realisiert von Dagesh in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) statt und richtet sich an die Steuerungsgruppe Diversity der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg sowie interessierte Hochschulangehörige und widmet sich Fragen von jüdische Gegenwartskunst im gesellschaftlichen Diskurs und gibt Einblicke in antisemitismuskritische Perspektiven in Kunst und Kultur.

Programm:

22. Oktober: ERÖFFNUNG & PANELDISKUSSION
„Allein sind wir erledigt, zusammen erledigen wir das“
Einlass ab 17:30 Uhr | Forum, Hochschule für Musik und Theater Hamburg: Harvestehuder Weg 12, 20148 Hamburg
Mit Dan Thy Nguyen & Nina Reiprich, Max Czollek, Yana Lemberska | Panelist*innen: Ido Gotlib, Nhi Le, Julia Wissert, Moderation: Sonia Smolenski
(Öffentliche Veranstaltung, siehe unten für Ablauf)

23. Oktober: WORKSHOP
„Jüdische Kunst im Kontext“
15 – 17 Uhr | Hochschule für Musik und Theater Hamburg
(Interne Veranstaltung)

 


FORMATE:

Eröffnungspanel: „Allein sind wir erledigt, zusammen erledigen wir das.“

„The function of freedom is to free someone else“, sagte Toni Morrison 1979 in einer Rede am Barnard College. Freiheit, die bei der eigenen Freiheit stehen bleibt, verfehlt ihren Zweck. Ein Satz, der vielleicht heute drängender ist als damals.

Die vergangenen zwei Jahrzehnte haben die deutsche Kulturlandschaft tiefgreifend verändert. Künstler*innen, Kurator*innen, Autor*innen und Kulturinstitutionen aus postmigrantischen Kontexten haben neue Perspektiven auf Erinnerung, Zugehörigkeit und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht. Sie haben den sogenannten „deutschen Kanon“ erweitert und darauf bestanden, plurale Gesellschaft nicht als Zukunftsversprechen, sondern als bestehende Realität zu begreifen. Eine Erfolgsgeschichte, wenn auch keine abgeschlossene.

Aus widerständiger Selbstbeschreibung ist längst eine kulturelle Kategorie geworden, mit eigenen Institutionen, Ästhetiken und prominenten Stimmen. Wer erhält dabei Sichtbarkeit, Ressourcen, institutionellen Zugang? Und wer bleibt unsichtbar, obwohl gerade in seinem Namen gesprochen wird? Repräsentation ist schließlich nicht automatisch Emanzipation.

Unter den Bedingungen wachsenden autoritären Drucks verändert sich die Frage nach Emanzipation selbst. Die Freiheit der jeweils „anderen“ wird zur Bedingung der eigenen Freiheit. Solidarität setzt keine Gleichheit der Erfahrung voraus – sie beginnt dort, wo wir trotz ungleicher Gefährdung politisch voneinander abhängen. Welche Verantwortung entsteht also daraus, dass unsere Freiheiten voneinander abhängen, obwohl unsere Verletzlichkeiten ungleich verteilt sind? Das ist die Frage, mit der sich das Panel beschäftigt.

Gemeinsam mit Vertreter*innen aus Kunst, Kultur und Zivilgesellschaft blickt es zurück und nach vorn: Was haben die postmigrantischen Aufbrüche der vergangenen Jahrzehnte tatsächlich verändert? Wo sind ihre Versprechen uneingelöst geblieben, und welche Formen der Solidarität haben funktioniert, welche nicht? Wie lässt sich über unterschiedliche Erfahrungen von Rassismus, Antisemitismus, Migration, Exil und gesellschaftlicher Ausgrenzung sprechen, ohne sie gleichzusetzen oder gegeneinander auszuspielen? Und welche Bündnisse brauchen wir in einem Moment, in dem Pluralität selbst wieder zur politischen Verhandlungsmasse wird?

Das Panel eröffnet das fluctoplasma Festival 2026 und findet in Kooperation mit zwei Programmen von DialoguePerspectives e.V. statt: der Coalition for Pluralistic Public Discourse (CPPD), die zu pluralen Erinnerungskulturen, kuratorischer Forschung, Erinnerungspraxis und partizipativer Kulturarbeit arbeitet, sowie Dagesh – Jüdische Kunst im Kontext, das künstlerische Perspektiven auf jüdische Gegenwart, Erinnerungskultur und gesellschaftliche Teilhabe in den Dialog einbringt.

Programm: 

17:30 Uhr: Einlass & Musik
18:00 Uhr: Begrüßung durch die Hamburger Kulturbehörde, die HfMT, Nina Reiprich & Dan Thy Nguyen; Jurystatement: Yana Lemberska; Keynote: Max Czollek
19:30 Uhr: Dagesh & CPPD Eröffnungspanel
ab 20:30 Uhr: Sekt- & Börek-Empfang im Foyer mit DJ-Set (u. a. Booty Carell) und Fingernagel-Tattoo-Workshop
21:30 Uhr: Konzert von MADANII
22:30 bis 1:00 Uhr: Party

Workshop: „Jüdische Kunst im Kontext“

Wie können jüdische Positionen in Kunst und Kultur sichtbar werden, und was braucht es dafür in den Institutionen? Dieser Frage geht am 23. Oktober von 15 bis 17 Uhr der Workshop „Jüdische Kunst im Kontext“ an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg nach, den Dagesh gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum antisemitismuskritische Bildung und Forschung (KOAS) anbietet. Der Workshop richtet sich an die Steuerungsgruppe Diversity sowie an interessierte Hochschulangehörige und gibt Einblick in antisemitismuskritische Methoden und Haltungen im Umgang mit Antisemitismus in Kunst- und Kulturinstitutionen.

Ankündigung: Dagesh-Studio on the Road #SukkotEdition 2026

Dagesh-Studio on the Road #SukkotEdition 2026

„Der Himmel als Dach | The Sky as a Roof“

Jüdisches Kulturmuseum Veitshöchheim | 26. September bis 30. Mai 2027

Ausstellungseröffnung: 26. September 2026, 16 – 21 Uhr, Programm siehe unten

Mit Werken von Michal Fuchs, Shira Orion, Regina Potomkina, Elianna Renner, Nave Knafo, Yoav Schutzer, Jan Bodenstein

Kuration: Johanna Weiß und Daniel Laufer

Was bedeutet Schutz, wenn er nicht als Abschottung, sondern als fragile, offene Form des Zusammenkommens gedacht wird? Im September 2026 macht die bundesweite Reihe Dagesh-Studio on the Road Station im Jüdischen Kulturmuseum Veitshöchheim.

Vom 26. September 2026 bis 30. Mai 2027 zeigt die Ausstellung „Der Himmel als Dach | The Sky as a Roof” fünf künstlerische Positionen zu Fragilität, Schutz und Gemeinschaft. Ausgangspunkt ist das jüdische Laubhüttenfest Sukkot und die Sukka als provisorischer Schutzraum: durchlässig, verletzlich, nur vorübergehend – und gerade darin ein Ort gemeinsamer Gegenwart.

Angesichts von Krieg, Flucht und zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung erhält diese Symbolik eine neue Dringlichkeit. Die von Johanna Weiß und Daniel Laufer kuratierte Ausstellung verbindet zeitgenössische künstlerische Positionen mit jüdischer Tradition und fragt danach, wie Gemeinschaft entstehen kann, ohne Verletzlichkeit zu leugnen.

Die Ausstellung „Der Himmel als Dach | The Sky as a Roof“ ist Teil der Reihe Dagesh-Studio on the Road und wird in Kooperation mit dem Jüdischen Kulturmuseum Veitshöchheim und mit Unterstützung durch den Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus sowie den Bezirk Unterfranken realisiert. Kuration der Ausstellung: Johanna Weiß, Daniel Laufer.

Programm:
16 – 18 Uhr: Open House mit Künstler*innengesprächen, Kurator*innenführungen und Lesung
18 – 20 Uhr: Eröffnung und Artist Talk
20 – 21 Uhr: Konzert | Folkadu (
Yael Gat: Gesang, Trompete, Shofar | Ira Shiran: Akkordeon | Adam Chichportiche: Lavta)

Um Anmeldung wird gebeten:


Rückblick: 2. Qualifizierungstage 2026 für Dagesh on Tour Honorarkräfte

4.–5. Juni 2026 | Berlin

 

Am 4. und 5. Juni 2026 kamen die Dagesh on Tour-Honorarkräfte zur zweiten Qualifizierung in diesem Jahr zusammen. Im Zentrum der zwei Tage standen die Auseinandersetzung mit pädagogischen Methoden zur Vermittlung jüdischer Kunst und künstlerischer Positionierung, die Vermittlung des Dagesh-Schutzkonzepts in der Workshop-Praxis sowie eine Reflexion der Zusammenarbeit zwischen den Honorarkräften während der Workshops.

Was ist jüdische Kunst? Perspektiven, Positionen, und Vermittlung

Der erste Teil der Qualifizierung widmete sich der Frage: Wie können Konzepte ‚jüdischer Kunst‘ in der pädagogischen Arbeit vermittelt werden, und welche inhaltlichen Annäherungen an ein Konzept von ‚Jüdischer Kunst‘ können dabei formuliert werden? Angesichts der Vielschichtigkeit und Unschärfe einer Begriffsdefinition stand die gemeinsame Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Perspektiven, Erfahrungen und Positionierungen innerhalb des Feldes im Zentrum. Ausgehend von künstlerischen und pädagogischen Impulsen diskutierten die Teilnehmenden, welche Themen und Konzepte die Arbeit von Dagesh on Tour prägen und wie diese in Workshops vermittelt werden können. Der Workshop bot Raum für die Reflexion der eigenen Rolle, Haltung und Verantwortung als künstlerischer beziehungsweise pädagogischer Leitung und lieferte wichtige Impulse für die zukünftige inhaltliche Gestaltung der Bildungsangebote.

Dagesh-Schutzkonzept in der Praxis

Ein weiterer Schwerpunkt der Qualifizierungstage war die praktische Arbeit mit dem Dagesh-Schutzkonzept. Kristina Omelchenko, Bildungsreferentin und Kulturvermittlerin, sowie Nina Fraeser, Bildungsreferentin und Mediatorin, leiteten den Workshop „How to Schutzkonzept: Sicherheitstraining und Einführung in das Schutzkonzept“. Nach der Vorstellung der aus dem Konzept entwickelten Leitfäden erarbeiteten die Teilnehmenden anhand eines Rollenspiels einen praxisnahen Fall: ein nicht eindeutig einzuordnender antisemitischer Vorfall, bei dessen Bearbeitung die Checklisten und Handlungsleitfäden angewendet wurden. Die Übung ermöglichte es, das Schutzkonzept aus unterschiedlichen Perspektiven zu erproben und seine praktische Anwendbarkeit zu reflektieren. Die Ergebnisse des Workshops fließen in die Weiterentwicklung des Schutzkonzepts ein.

Reflexion zur Zusammenarbeit im Workshop-Tandem

Den Abschluss der Qualifizierung bildete eine Session mit Coach Deborah Kohn. Im ersten Teil stand die Zusammenarbeit der Honorarkräfte in Tandems im Mittelpunkt. Anhand von Praxisbeispielen wurden Fragen der Kommunikation, Rollenverteilung und Konfliktprävention besprochen. Im zweiten Teil wurden die Inhalte der vorangegangenen Workshops gemeinsam reflektiert und zentrale Erkenntnisse zusammengetragen. So konnten wichtige Impulse für die weitere inhaltliche und pädagogische Entwicklung der Dagesh on Tour-Formate festgehalten werden.

Die 2. Qualifizierungstage haben erneut verdeutlicht, wie wertvoll der gemeinsame Austausch zwischen den Honorarkräften ist. Unterschiedliche Perspektiven wurden sichtbar, Methoden und Prozesse zur Workshop-Durchführung erfolgreich vermittelt und konkrete Impulse für die Weiterentwicklung der Dagesh on Tour-Formate entwickelt. Wir danken allen Referent*innen und Honorarkräften für ihre engagierte Mitwirkung.

Rückblick: Dagesh beim JFBB 2026 – Film-Screening, Werkstattgespräch und Netzwerktreffen

Rückblick: Dagesh beim Jüdischen Filmfestival Berlin-Brandenburg 2026

Film-Screening | Werkstattgespräch | Netzwerktreffen im Rahmen von JFBB Pro

Die Dagesh-Werkstatt beim Jüdischen Filmfestival Berlin-Brandenburg 2026 hat einmal mehr gezeigt: Jüdische Gegenwartskunst ist vielstimmig, vielsprachig und vielgestaltig. Diese Vielfalt braucht Räume, die sie sichtbar machen und stärken: nach außen in die Gesellschaft & nach innen als Ort der Begegnung, des Austauschs und der Solidarität.

Im Rahmen des Jüdischen Filmfestivals Berlin-Brandenburg 2026 (JFBB) war Dagesh erneut mit einem eigenen Programmformat bei JFBB Pro vertreten. Die Dagesh-Werkstatt fand am 6. Mai 2026 im Felleshus | Gemeinschaftshaus der Nordischen Botschaften in Berlin statt.

JFBB Pro richtet sich als Branchenplattform an Filmschaffende, Produzent*innen und Vertreter*innen der Filmindustrie aus Deutschland und dem internationalen Kontext. Es versteht sich als Ort des Austauschs über jüdische Themen im Film, aktuelle gesellschaftliche Debatten und neue künstlerische Perspektiven, in diesem Jahr unter dem Festivalschwerpunkt nordisch-jüdischer Perspektiven.

Die Dagesh-Werkstatt war als offener Gesprächs- und Präsentationsraum konzipiert, in dem sowohl fertige Filme als auch Projekte im Entstehungsprozess vorgestellt wurden. Im Mittelpunkt standen fünf Filmprojekte von Dagesh-Künstler*innen: Arbeiten von Irina Dzhus (ANTICON), Matan Tal (My Sister Shira), Marccela Moreno (Shemira), Ron Segal (ADAM) und Soso Dumbadze (Ein Zufall). Moderiert wurde das Werkstattgespräch von Dagesh-Kurator Daniel Laufer gemeinsam mit den Dagesh-Referentinnen Alisa Gadas, Paulina Schmid und Yana Lemberska.

Vielstimmigkeit als künstlerisches Prinzip

Die fünf präsentierten Arbeiten unterscheiden sich deutlich in Sprache, Ästhetik, Genre und thematischem Zugang. Essayfilm, Animation, dokumentarische Formen, Performance und konzeptuelle Arbeiten standen nebeneinander und eröffneten unterschiedliche Perspektiven auf Erinnerung, Identität, Migration, Körper, Sprache und Verlust. Gerade in dieser Multiperspektivität verwies das Format auf die Vielsprachigkeit und Vielstimmigkeit innerhalb des Dagesh-Netzwerks. Auch die Auseinandersetzung mit persönlichen Erfahrungen der Filmkünstler*innen in Deutschland und Europa nach dem 7. Oktober 2023 wurden in den Filmprojekten und während der Gespräche thematisiert. Dabei wurde immer wieder auf die Bedeutung von Dagesh als Netzwerk und Plattform für jüdische Künstler*innen verwiesen, die Austausch, Sichtbarkeit und Solidarität ermöglicht.

Begegnung und Austausch im Rahmen der Netzwerkarbeit

Im Anschluss trafen sich Künstler*innen und Netzwerkmitglieder zum Dagesh-Netzwerktreffen in den Räumlichkeiten der Nordischen Botschaften. Bei Kaffee und Zimtschnecken tauschten sie sich über aktuelle Projekte, zukünftige Vorhaben und jüdische Perspektiven im zeitgenössischen Film und anderen Kunstgenres aus. Das Treffen bot insbesondere jüngeren Filmschaffenden die Möglichkeit, mit etablierten Künstler*innen in Austausch zu treten und neue Verbindungen innerhalb des Netzwerks zu knüpfen.

Darüber hinaus ermöglichte der gemeinsame Besuch der offiziellen Festivaleröffnung im Potsdamer Hans-Otto-Theater Begegnungen und Gespräche zahlreicher Netzwerkmitglieder. Teilnehmende besuchten zudem weitere Veranstaltungen des JFBB-Pro-Programms, darunter Talents – Projects – Perspectives, das Einblicke in aktuelle Film- und Serienprojekte in Entwicklung und Produktion gibt und ebenfalls Arbeiten von Dagesh-Künstler*innen zeigte, unter anderem von Ido Gotlib, Shira Kela und Shoshana Simon.

Mit der Dagesh-Werkstatt und dem Netzwerktreffen setzte Dagesh seine Arbeit zur Schaffung von Sichtbarkeit, zum Austausch und zur künstlerischen Vernetzung zwischen jüdischen Künstler*innen der Gegenwartskunst erfolgreich fort. Das Format verwies erneut auf die Vielfalt künstlerischer Positionen und individueller Erzählweisen im Netzwerk und schuf einen Raum für gemeinsames Denken, Arbeiten und das Initiieren zukünftiger Zusammenarbeit.

Wir bedanken uns beim JFBB für die gute Kooperation, bei den Nordischen Botschaften für die herzliche Gastfreundschaft sowie bei allen Künstler*innen, Filmschaffenden und Interessierten für diesen wichtigen Austausch zwischen Disziplinen, Erfahrungen und Ideen.

Gerade angesichts dramatischer gesellschaftlicher Polarisierung ist die Sichtbarmachung und Stärkung jüdischer Stimmen und Positionen in der Gegenwartskunst ein wichtiges Anliegen. Dafür danken wir auch der Stiftung EVZ für die kontinuierliche Unterstützung unserer Netzwerkarbeit.

Dagesh beim Jüdischen Filmfestival Berlin-Brandenburg (JFBB) 2026

Am 6. Mai 2026 lädt Dagesh um 13 Uhr zu einem Werkstattgespräch mit Filmschaffenden aus unserem Netzwerk im Rahmen des Jüdischen Filmfestival Berlin-Brandenburg (JFBB) ein. Anlässlich des Branchentags JFBB Pro werden fertige Filme sowie Projekte im Prozess gezeigt und mit den Filmkünstler*innen diskutiert. Präsentiert werden u. a. Arbeiten von Irina Dzhus (ANTICON), Matan Tal (My Sister Shira), Marcella Moreno (Shemira), Ron Segal (ADAM) und Soso Dumbadze (Ein Zufall).Im Anschluss an die Veranstaltung findet das nächste Dagesh Netzwerktreffen statt, bei dem der kreative Austausch mit den Künstler*innen fortgesetzt werden kann.Weitere Informationen zum Festival, Programm und Anmeldung folgen hier.

Hinweis für Dagesh-Netzwerkmitglieder: Wir laden euch herzlich zum JFBB-Pro Tag, zum Netzwerktreffen und zur Festivaleröffnung am Abend des 5. Mai 2026 ein und haben für euch Freikarten reserviert. Das Kontingent ist begrenzt, daher verlosen wir die Plätze unter den Anmeldungen.Bitte meldet euch bis zum 19. April an: bewerbung@dagesh.de / Betreff JFBB 2026Reise- und Übernachtungskosten können wir im Nachgang gemäß Reisekostengesetz erstatten.

Rückblick: 1. Qualifizierungstage 2026 für Dagesh on Tour Honorarkräfte

Rückblick: 1. Qualifizierungstage 2026 für Dagesh on Tour Honorarkräfte
23.–25. März 2026 | Berlin

Vom 23.–25. März fanden die ersten Qualifizierungstage für Dagesh on Tour Honorarkräfte in diesem Jahr statt. 19 pädagogische und künstlerische Workshopleitungen nahmen an dem umfangreichen Programm teil. Im Zentrum standen die Auseinandersetzung mit didaktischen Methoden und Ansätzen aus kunsttherapeutischer und traumasensibler Bildungsarbeit sowie eine Fortsetzung der Einführungsreihe in das Arbeiten mit dem Dagesh Schutzkonzept

Safe Studio mit Hofit Keshet & Nehama Grenimann Bauch
Zwei der drei Qualifizierungstage wurden von Hofit Keshet und Nehama Grenimann Bauch geleitet. Die Kunsttherapeut*innen gaben Einblicke in das Konzept Safe Studio, ein trauma-informierter, mehrsprachiger, kunsttherapeutischer Raum, der Kunst, psychosoziale Unterstützung und Community Work verbindet.

Das Konzept, welches Hofit Keshet und Nehama Grenimann Bauch unter anderem im israelischen Bildungskontext nach dem 7. Oktober erarbeitet haben, richtet sich an Familien und Kinder, jüdische Communities, aber auch Künstler*innen und Kulturschaffende. Im Kunst- und Kulturbetrieb erleben jüdische Menschen nicht erst seit dem 7. Oktober Anfeindungen und Antisemitismus – Dies führt zu Angst, Sprachlosigkeit, Rückzug und kreativem Blockieren. Safe Studio begegnet dem durch die Erschaffung eines sicheren, nicht-normativen Ortes, der Kreativität, Ausdruck, psychologische Sicherheit und Resilienz stärkt.
So hatten unsere Honorarkräfte in diesen zwei Tagen die Möglichkeit, Einblicke in kunsttherapeutische Arbeit zu erhalten und gemeinsam mit den Therapeut*innen zu erarbeiten, inwiefern sich Methoden in die kunstpädagogische Arbeit integrieren lassen – und wo sich diese Arbeit auch klar von therapeutischen Ansätzen abgrenzen muss.

Dagesh 2026 – Neue Entwicklungen
Der dritte Tag begann mit einem Einblick in die Arbeit von Dagesh jenseits der öffentlichen Formate. Die Referentinnen stellten aktuelle Entwicklungen von Dagesh on Tour vor, darunter die geplante Erweiterung der Bildungsangebote um regelmäßige Kurse, die stärkere Ansprache jüngerer Zielgruppen sowie die Vertiefung kunsttherapeutischer Fortbildungen. Zudem wurden neue Formate für das Künstler*innen-Netzwerk präsentiert, etwa das Format „Dagesh Studio on the Road” sowie geplante Netzwerktreffen, unter anderem im Mai im Rahmen des Jüdischen Filmfestivals Berlin Brandenburg.

Einführung in das Dagesh Schutzkonzept
Am dritten Tag setzte Marina Chernivsky (Ofek e.V.) die Einführung in das Schutzkonzept fort, das als verbindlicher Handlungsrahmen für die Bildungsarbeit bei Dagesh on Tour Prävention, Intervention und Nachsorge zusammenführt. Das Schutzkonzept bettet die projektbezogenen Maßnahmen in eine Unterstützungsstruktur ein und wird als lernendes Dokument fortlaufend aktualisiert und in die praktische Arbeit der Bildungsreferent*innen eingebunden.

Hinter uns liegen drei intensive und erkenntnisreiche Tage. Wir danken den Referentinnen, unseren Honorarkräften sowie dem Jugendzentrum Olam für die wunderbare Zusammenarbeit.

Dagesh-Studio on the Road #Purim Edition | 2. März 2026 | Dresden

„Purim-Prisma zwischen Schein und Sein. Transformation und Enthüllung als künstlerische Praxis”

Dagesh – Studio on the Road startet in Dresden

Im Deutschen Hygiene-Museum Dresden startete im März Dagesh – Studio on the Road: eine neue bundesweite Veranstaltungsreihe, die zeitgenössische jüdische Kunst in verschiedene Städte bringt und Raum für Begegnung, Diskurs und künstlerischen Austausch schafft.

 

Esther, Masken und Gegenwartsrelevanz

Das Thema des Abends – Transformation und Enthüllung als künstlerische Praxis – war bewusst um das jüdische Fest Purim herum konzipiert: ein Fest der Selbstbehauptung, der Maskerade und der Befreiung. Den Auftakt bildete eine eindringliche Performance von Ido Gotlib und der Schauspielerin Deborah Schneidermann, die die biblische Figur der Königin Esther in die Gegenwart holte.

 

 

Im anschließenden Podiumsgespräch – moderiert von Dagesh-Kurator Daniel Laufer – diskutierten die Schriftstellerin Lana Lux, Fotograf Benyamin Reich und Bildende Künstlerin Anna Schapiro über Identität, Frauenrollen und künstlerisches Wirken zwischen Verbergen und Offenbaren in einer nicht-jüdischen Mehrheitsgesellschaft. Benyamin Reichs pointierter Satz fasste die Stimmung treffend zusammen: „Für Juden in Deutschland ist eigentlich immer Purim.“

Genau deshalb braucht es Formate wie Dagesh – Studio on the Road: als Plattform, auf der jüdische Künstler*innen sichtbar werden können, ohne sich verstellen zu müssen.

 

Netzwerk, Workshops und ein besonderes Konzert

Die Veranstaltung war mehr als ein einzelner Abend. Bereits am Vortag fand ein Dagesh-on-Tour-Workshop in Kooperation mit dem Kulturbüro Dresden statt, der auf große Resonanz stieß. Parallel dazu reisten 20 Netzwerkmitglieder aus ganz Deutschland an für ein Treffen, das Raum für Austausch und gegenseitige Unterstützung bot.

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Programm standen ein Workshop zu Herausforderungen in der Musikszene, geleitet vom DJ-Duo Balagan Sisters, sowie ein Besuch beim Projekt „Die ewige Schrift – eine Tora für Dresden“ mit einem Gespräch mit Kuratorin und Dagesh-Mitglied Jahna Dahms.

Einen berührenden Abschluss bildete der musikalische Beitrag des israelischen Musikers Yehuda Kornfeld. Da er aufgrund des Krieges im Nahen Osten nicht aus Israel anreisen konnte, stellte er sein noch unveröffentlichtes Album zur Verfügung – und so hörten alle gemeinsam rein, getrennt durch Entfernung und doch verbunden. Trotz der Schwere des Moments – die Gedanken galten auch den Menschen vor Ort, Freund*innen und Familien – entstand ein Raum für Begegnung.

Die Resonanz auf den Dresdner Abend war groß – und bestätigte eindrücklich, wie wichtig Formate sind, die jüdische Kunst, Diskurs und Gemeinschaft zusammenbringen.

Wir danken allen Besucher*innen, unseren Podiumsgästen, Netzwerkmitgliedern, Kooperationspartner*innen und Förderern herzlich für die Tage in Dresden. Der Jüdischen Kultusgemeinde Dresden, dem Hygiene Museum Dresden, Nevatim, der Polizei Dresden und Shual Security danken wir für die wunderbare Zusammenarbeit und die Bereitschaft.

 

Ankündigung: Dagesh-Studio on the Road #Purim Edition | 2. März 2026 | Dresden

                                                                               

Dagesh-Studio on the Road #Purim Edition
„Purim-Prisma zwischen Schein und Sein. Transformation und Enthüllung als künstlerische Praxis”

Podiumsgespräch | Live Performance | Purim Party

2. März 2026 | Dresden

Kuration: Daniel Laufer

Purim – das jüdische Fest der Selbstbehauptung und Befreiung – feiert die transformative Kraft von Maskerade und Enthüllung. Ausgehend von dieser Tradition untersucht der Abend das Wechselspiel zwischen Verbergen und Offenbaren, zwischen Selbstinszenierung und Selbstverleugnung. Purim wird hier zum Prisma, um das Wechselspiel von Maskerade, Spiegelung und widersprüchlichen Realitäten in der Gegenwart zu befragen.

Das Format verbindet Werkschau, Podiumsgespräch und Live-Performance mit einer anschließenden Purim-Party in der Synagoge. Dagesh-Künstler*innen präsentieren Arbeiten aus Literatur, Malerei, Fotografie, Film und Performance, die zentrale Motive von Purim aufgreifen: Wie werden Masken zu Schutz oder zur Selbstoffenbarung? Wann ermöglicht Verkleidung Befreiung, wann wird sie zur Verstellung?
Die künstlerischen Positionen verbinden dabei künstlerische Praxis, literarische Perspektiven, performative und filmische Bildpolitiken. Sie öffnen einen Reflexionsraum für grundlegende Fragen: Wann verstecken wir uns hinter Rollen, und wann setzen wir sie bewusst ein? Wie prägen gesellschaftliche Erwartungen unsere Identität? Wo liegt die Grenze zwischen Anpassung und Selbstaufgabe – und wann wird das Ablegen der Maske zur Notwendigkeit?
Purim wird so zum Ausgangspunkt einer universellen Auseinandersetzung mit Identität als dynamischem Prozess zwischen Fremdbild und Selbstbestimmung. Der Abend richtet sich an alle, die sich für zeitgenössische Kunst, Identitätsfragen und den Umgang mit gesellschaftlichen Rollen interessieren.

PROGRAMM
Öffentliche Veranstaltung

„Purim-Prisma zwischen Schein und Sein. Transformation und Enthüllung als künstlerische Praxis”
18:00 – 21:00 Uhr
Podiumsgespräch & Live Performance
mit Anna Schapiro, Lana Lux, Benyamin Reich, Yehuda Kornfeld, Deborah Schneidermann, Ido Gotlib

Purim-Party
21:00 – 24:00 Uhr
in Kooperation mit Nevatim und der Jüdischen Kultusgemeinde Dresden e.V.,
mit dem Berliner DJ-Duo BalaganSisters und DJ Cadillac Carl

„Purim-Prisma zwischen Schein und Sein. Transformation und Enthüllung als künstlerische Praxis” ist Teil der bundesweiten Reihe Dagesh-Studio on the Road, die zeitgenössische jüdische Positionen in der Gegenwartskunst sichtbar macht.

Anmeldung
Bitte melden Sie sich zur Teilnahme an der Veranstaltung an. Der Veranstaltungsort wird Ihnen nach erfolgreicher Registrierung per E-Mail mitgeteilt. Die Purim-Party findet im Anschluss nicht im Hygiene-Museum statt. Dafür bitten wir um eine gesonderte Anmeldung per Mail unter info@dagesh.de


Hinweis: Dagesh-Künstler*innen wenden sich für die Anmeldung an der gesamten Veranstaltung und für Informationen zu Reise- und Übernachtungskosten an das Dagesh-Team.

 

Rückblick: 4. Qualifizierungstage für Dagesh on Tour Honorarkräfte

4. Qualifizierungstage für Dagesh on Tour Honorarkräfte 
10. & 11. Dezember 2025 | Berlin

Am 10. und 11. Dezember 2025 fanden die vierten und zugleich letzten Qualifizierungstage für die Dagesh on Tour Honorarkräfte in diesem Jahr statt. Zwei intensive und bereichernde Tage boten ein vielfältiges Programm aus körperlicher Praxis, fachlichem Input, pädagogischem Austausch und künstlerischer Auseinandersetzung.

Krav Maga Workshop mit Felix Jokesch

Den Auftakt der Maßnahme bildete ein eintägiger Krav Maga Workshop mit Felix Jokesch. Der Workshop bot den Teilnehmenden Einblicke in Praktiken des Selbstschutzes und der Selbstbehauptung und stärkte zugleich die physische Präsenz und das Gemeinschaftsgefühl der Gruppe.

Fachlicher Input & Praxisreflexion

Der zweite Tag fand in der Geschäftsstelle von Dagesh und DialoguePerspectives e.V. statt. Ein besonderer Höhepunkt war der Input der Psychologin und Psychotherapeutin Greta Golbereg zum Thema „Beziehungsgestaltung und Gesprächsführung mit Kindern und Jugendlichen“.

Im Fokus standen unterschiedliche Entwicklungsphasen von Kindern und Jugendlichen und deren zentrale Motive mit Hinblick auf Implikationen für die pädagogische Arbeit:

  • Kinder (6–11 Jahre): Werksinn vs. Minderwertigkeitsgefühl
  • Jugendliche (12–18 Jahre): Identität vs. Identitätsdiffusion
  • Die Zone der proximalen Entwicklung

Daran anschließend diskutierte die Gruppe, wie ein gutes Gleichgewicht zwischen Akzeptanz und Veränderung in pädagogischen Prozessen erreicht werden kann. Dabei arbeiteten die Teilnehmer*innen drei zentrale Haltungen für ihre Arbeit heraus: Empathie, bedingungslose Wertschätzung und Kongruenz.

Fallintervention nach der Balint-Methode

Im Anschluss erhielten die Honorarkräfte die Möglichkeit, konkrete Vorfälle aus ihrem Arbeitsalltag in Kleingruppen zu reflektieren. In Anlehnung an die Balint-Methode analysierten sie Herausforderungen und entwickelten gemeinsam Lösungsansätze entwickelt. Dabei zeigte sich ein deutlicher Bedarf, diese Form der Reflexion zukünftig fortzuführen – was wir in den Supervisionsterminen im kommenden Jahr aufgreifen werden.


Best Practice: Identität künstlerisch erfahrbar machen

Am Nachmittag gestalteten die Künstlerin Adi Liraz und die pädagogische Workshopleiterin Kristina Omelchenko eine inspirierende Einheit zum Thema Identität.

Eine einführende Wollknäuel-Übung sorgte für ein entstehendes „Netz“ – physisch wie auch im übertragenen Sinne – und bot den Teilnehmenden Raum, sich über ihre Zugehörigkeiten und Selbstbilder auszutauschen.

Anschließend präsentierte Adi Liraz ihre eigenen textilen Kunstwerke, die sich mit ihrer Familiengeschichte befassen. Darauf aufbauend gestalteten die Teilnehmenden eigene Selbstporträts auf Textil – mithilfe von Textilfarben, Sticktechniken, Collagen und weiteren künstlerischen Mitteln. In kurzer Zeit entstand eine beeindruckende Galerie kraftvoller und individueller Arbeiten. Diese Werke werden nun im Nachgang zu einer gemeinsamen Dagesh-Fahne zusammengeführt.

 

 „How to Dagesh?“ –  Rückblick 2025 & Ausblick 2026

Zum Abschluss präsentierten die Dagesh-Bildungsreferentinnen eine speziell für neue Honorarkräfte entwickelte „How to Dagesh?“– Einheit, die grundlegende Informationen zu Arbeitsweisen, Formaten und Abläufen innerhalb des Programms bot. Ein Rückblick auf das erfolgreiche und ereignisreiche Jahr 2025 sowie ein Ausblick auf geplante Aktivitäten des Programms für 2026 rundeten die Qualifizierungstage ab.

Wir freuen uns sehr, dieses intensive und erfolgreiche Jahr mit den Qualifizierungstagen abschließen zu können. Unser herzlicher Dank gilt allen Referent*innen, Künstler*innen sowie den pädagogischen und künstlerischen Workshopleitungen, die mit ihrer Expertise, Kreativität und Offenheit diese Tage gestaltet und bereichert haben.

Mit neuer Inspiration und gestärktem Teamgeist starten wir in das kommende Jahr – voller Vorfreude auf weitere spannende Projekte mit Kindern und Jugendlichen im Rahmen von Dagesh on Tour.