Rückblick: 1. Qualifizierungstage 2026 für Dagesh on Tour Honorarkräfte

Rückblick: 1. Qualifizierungstage 2026 für Dagesh on Tour Honorarkräfte
23.–25. März 2026 | Berlin

Vom 23.–25. März fanden die ersten Qualifizierungstage für Dagesh on Tour Honorarkräfte in diesem Jahr statt. 19 pädagogische und künstlerische Workshopleitungen nahmen an dem umfangreichen Programm teil. Im Zentrum standen die Auseinandersetzung mit didaktischen Methoden und Ansätzen aus kunsttherapeutischer und traumasensibler Bildungsarbeit sowie eine Fortsetzung der Einführungsreihe in das Arbeiten mit dem Dagesh Schutzkonzept

Safe Studio mit Hofit Keshet & Nehama Grenimann Bauch
Zwei der drei Qualifizierungstage wurden von Hofit Keshet und Nehama Grenimann Bauch geleitet. Die Kunsttherapeut*innen gaben Einblicke in das Konzept Safe Studio, ein trauma-informierter, mehrsprachiger, kunsttherapeutischer Raum, der Kunst, psychosoziale Unterstützung und Community Work verbindet.

Das Konzept, welches Hofit Keshet und Nehama Grenimann Bauch unter anderem im israelischen Bildungskontext nach dem 7. Oktober erarbeitet haben, richtet sich an Familien und Kinder, jüdische Communities, aber auch Künstler*innen und Kulturschaffende. Im Kunst- und Kulturbetrieb erleben jüdische Menschen nicht erst seit dem 7. Oktober Anfeindungen und Antisemitismus – Dies führt zu Angst, Sprachlosigkeit, Rückzug und kreativem Blockieren. Safe Studio begegnet dem durch die Erschaffung eines sicheren, nicht-normativen Ortes, der Kreativität, Ausdruck, psychologische Sicherheit und Resilienz stärkt.
So hatten unsere Honorarkräfte in diesen zwei Tagen die Möglichkeit, Einblicke in kunsttherapeutische Arbeit zu erhalten und gemeinsam mit den Therapeut*innen zu erarbeiten, inwiefern sich Methoden in die kunstpädagogische Arbeit integrieren lassen – und wo sich diese Arbeit auch klar von therapeutischen Ansätzen abgrenzen muss.

Dagesh 2026 – Neue Entwicklungen
Der dritte Tag begann mit einem Einblick in die Arbeit von Dagesh jenseits der öffentlichen Formate. Die Referentinnen stellten aktuelle Entwicklungen von Dagesh on Tour vor, darunter die geplante Erweiterung der Bildungsangebote um regelmäßige Kurse, die stärkere Ansprache jüngerer Zielgruppen sowie die Vertiefung kunsttherapeutischer Fortbildungen. Zudem wurden neue Formate für das Künstler*innen-Netzwerk präsentiert, etwa das Format „Dagesh Studio on the Road” sowie geplante Netzwerktreffen, unter anderem im Mai im Rahmen des Jüdischen Filmfestivals Berlin Brandenburg.

Einführung in das Dagesh Schutzkonzept
Am dritten Tag setzte Marina Chernivsky (Ofek e.V.) die Einführung in das Schutzkonzept fort, das als verbindlicher Handlungsrahmen für die Bildungsarbeit bei Dagesh on Tour Prävention, Intervention und Nachsorge zusammenführt. Das Schutzkonzept bettet die projektbezogenen Maßnahmen in eine Unterstützungsstruktur ein und wird als lernendes Dokument fortlaufend aktualisiert und in die praktische Arbeit der Bildungsreferent*innen eingebunden.

Hinter uns liegen drei intensive und erkenntnisreiche Tage. Wir danken den Referentinnen, unseren Honorarkräften sowie dem Jugendzentrum Olam für die wunderbare Zusammenarbeit.