Dagesh Ein diakritisches Zeichen des hebräischen und jiddischen Alphabets, das die Aussprache von Konsonanten bestimmt. Das Dagesh, ein Punkt, ein kleines Quadrat, trägt in sich keine Bedeutung und kann doch die Bedeutung der Worte verändern – bei ihrem Übergang von Schriftzeichen zu stimmlichen Lauten. Auch das will Kunst: Wandern durch verschiedene Medien, Akzente setzen und Inhalte verschieben.

Kunst ist Kommunikation und Konfrontation – mit Traditionen, Gesellschaften, Identitäten. Der Schwerpunkt DAGESH. KunstLAB ELES fragt nach jüdischen Aspekten von Kunst und Kultur ohne „jüdische Kunst“ programmatisch festzuschreiben. DAGESH schafft eine kreative Öffnung hin zu pluralen religiösen Traditionen und säkularen Geschichten, zu einem spannungsvollen Miteinander von jüdischen und nichtjüdischen Facetten individueller wie kollektiver Identität, zu verschiedenen Praktiken gesellschaftlicher und politischer Verortung. Es geht um die gestalterische Erprobung und Inszenierung von etwas Neuem.

Kuratorium

Die Aktivitäten des KunstLAB ELES werden in enger Abstimmung mit einem interdisziplinären Kuratorium und einem Associated Board angesehener internationaler Künstler_ innen konzipiert und durchgeführt. Dem Kuratorium gehören folgende Persönlichkeiten an:

  • Prof. Dr. Arnold Dreyblatt
    Bildende Kunst
  • Prof. Dr. Anat Feinberg
    Literatur
  • Tobias Herzberg
    Theaterregie, ELES-Alumnus
  • Cilly Kugelmann
    Kuration
  • Sarah Nemtsov
    Musik / Komposition

Dagesh -Stipendien

ELES vergibt jährlich fünf Stipendien zum Thema „Jüdische Kunst? Konzepte, Spielräume, Umsetzungen“. Bei der Auswahl der Stipendiat_ innen erfolgen eine möglichst große disziplinäre und thematische Bandbreite sowie ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Stipendiat_ innen der Studierenden- und der Promovierendenförderung.

Vernetzungen innerhalb der Stipendiatenschaft

Lokale, nationale und internationale Vernetzung der Künstler_innen in gemeinsamen Projekten und wechselseitigem Austausch.

Dagesh-Kollegs

In enger Zusammenarbeit mit den ELES-Künstler_innen und dem DAGESH-Kuratorium bietet ELES verschiedene Kollegs zu Themen rund um jüdische Kunst und Kultur.

Kooperationen / internationale Anbindung

  • ELES-Kreativzeit in Rheinsberg: Zwei einmonatige Stipendien für ELES-Künstler_innen und Kurator_ innen in Kooperation mit dem „Kurt Tucholsky Literaturmuseum Schloss Rheinsberg“.
  • Kooperation mit „Asylum Arts. A Global Network for Jewish Culture” (New York): Für Frühjahr 2017 ist ein gemeinsames Retreat jüdischer Künstler_innen geplant.
  • N YU Berlin und NYU New York.
  • Weitere internationale Kooperationen mit Institutionen und Entscheidungsträger_innen des künstlerischen Marktes.

Öffentlichkeiten

  • Ausstellungen und öffentliche Auftritte in nationalen und internationalen Kontexten.
  • KunstGespräche. Veranstaltungsreihe in der Galerie „nemtsov & nemtsov. Raum für Kunst und Diskurs“ sowie im „Jüdischen Salon am Grindel“ in Hamburg.
  • Regelmäßig erscheinender Katalog mit Dokumentationen, Themen, Diskussionen, Veranstaltungen von DAGESH. KunstLAB ELES

Zurzeit werden über 30 Künstlerinnen und Künstler vom Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk gefördert. Sie sind in unterschiedlichen Bereichen der Kunst aktiv: In der bildenden Kunst und freien Malerei, als Kurator_innen, Musiker_innen und Komponist_innen, als Literat_innen, Regisseur_innen, Schauspieler_innen und Filmemacher_innen. Auch die zahlreichen von ELES geförderten Kantor_innen arbeiten auf der Schnittstelle von Kunstpraxis und jüdischer Tradition. Insbesondere in der Promovierendenförderung setzen sich zudem etliche Stipendiat_innen aus wissenschaftlicher Perspektive reflektierend mit jüdischer Kunst auseinander.

Im Kreis der ELES-Alumni finden sich ebenfalls zahlreiche Künstler_innen. Die Anregungen in den ELES-Kollegs und öffentlichen Veranstaltungen, die die Stipendiat_innen und Alumni erfahren, inspirieren diese kreativ mit jüdischer Identität und jüdischen Themen umzugehen. Hierfür stehen beispielsweise die Inszenierungen des Theaterregisseurs Noam Brusilovsky, die Lyrik von Max Czollek, die Dokumentarfilme von Jelena Jeremejewa, die Konzeptkunst von Anna Schapiro, die Theaterarbeiten von Tobias Herzberg sowie Jeff Wilbusch.

DAGESH bietet diesem produktiven Kreis von Künstler_innen größere öffentliche Sichtbarkeit, eine bessere Vernetzung und intensive Zusammenarbeit in gemeinsamen Projekten – mit Ausstellungen, Festivals, Katalogen etc. DAGESH bündelt bei ELES bereits vorhandene Projekte und Initiativen und schafft neue Strukturen und Plattformen.

Adresse
Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk e.V.
Projekt “Dagesh”
Postfach 120855
10598 Berlin

Telefon: +49 30 31998170-0 Telefax: +49 30 31998170-20

E-Mail: info-at-dagesh.de

Vereinsregister VR 7414 P
Amtsgericht Potsdam

Amtliche Anschrift:
Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk e.V.
c/o Universität Potsdam
Am Neuen Palais 10, Haus 11
14469 Potsdam

Wir weisen dringend darauf hin, Post nur an das POSTFACH zu senden. Bitte schicken Sie keine Bewerbungsunterlagen an die amtliche Adresse.

DAGESH ist ein Programm des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks, das durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ermöglicht wird.

Schirmherrin:
Dr. h. c. Charlotte Knobloch

Direktor:
Rabbiner Univ. Prof. Walter Homolka PhD PhD DHL

Vorsitzender des Beirats:
Prof. Dr. Micha Brumlik

Geschäftsführer:
Jo Frank

Projektleitung DAGESH. KunstLAB ELES:
PD Dr. Eva Lezzi
lezzi@eles-studienwerk.de

Spendenkonto:
Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk e.V.
IBAN: DE12 1007 0000 0951 5255 00
BIC: DEUTDEBBXXX
Stichwort: Dagesh

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